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Der Sabbath · 1909-04-01 · 4 (4.1909) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
9 (1909)
Issue
4 (4.1909)
Date
1909-04-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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20 Der Sabbath. Nachklän^e zum III. Delegiertentag. »Die schönen Stunden unserer jüngsten Tagung im Kreise Gleichgesinnter und Gleichstrebender verbracht, gehören Vergangenheit an, nur die Erinnerung an dieselben ist uns geblieben. Leider ist diese Erinnerung ke«e vollständig ungetrübte, wenn wir daran denken, da^ vicle«ler Delegierten in unbefriedigter Weise, ja vielfach mix sehr gemischten Gefühlen die Versammlung verliefen, da die Anträge, zu deren Vertretung sie als Delegierte entsandt wurden, der vorgerückten Zeit wegen, nicht zür Verhandlung kommen konnten. Mit Recht rief daher ein' Delegierter aus: .Was sollen wir unserer Ortsgruppe berichten, wenn wir nach dem Schicksal des Von ihr gestellten Antrages befragt werden.'“— Wir können es lebhaft nachfühlen, wie wenig angenehm die Erteilung■ der Antwort auf solche Frage sein mag. — Dass Anträge seitens der Ortsgruppen, die vielfach erst mich mühevoller Arbeit, nach verschiedenen stattgefundenen Sitzungen, das Licht der Welt erblicken, auf dem Delegiertentag nicht zur Beratung kamen, ist ein \MilistamL* den niemand bestreiten kann. Die Ursache desselben liegt klar auf der Hand. Die kostbare Zeit wird; mit qiuer viel zu weitschweifigen Kritik, die an die ■ Erstattung des Jahres- und Kassenberichtes sich anschliesst, vergeudet. Wenn, auch den Herren Kritikern . das Recht ziu Beanstandungen nicht genommen werden soll, wenn auch ferner nicht daran gezweifelt wird, dass lediglich das Wohl des Verbandes die Triebfeder ihrer Kritik bildet, so sollte man doch nie die Erwägung aus dom Auge verlieren, dass der geschäftsführemle Ausschuss eine Fülle von Arbeit zu bewältigen hat und alle Funktionen ehrenamtlich, vollständig unbesoldet, ausübt. Wir hübe» die Herren vom geschäf'tsführenden Ausschuss als Mä11ne1~ken!!en gelernt, die eine gedeihliche Entwickelung ie> Versandes mit allen zu Gebote stehenden Mitteln er- <!!׳eben. Das sollte man stets bedenken, durch kleinliche Kritik ihnen die Schaffensfreude nicht rauh»n und der ' Tagung die kostbaren Stunden dar Zeit nicht nehmen. - Ich will h ilfen, dass der geschäftsführemle Aussn'l.uss.in Zukunft *dem von mir gestellten Antrag: ..zuftäebst die seitens der Ortsgruppen einzureichenden Literarisches. 'An t rät zur allein ist I׳■ Die Förderung des Verständnisses für die in de■ Gottesdienst eingeschalteten biblischen Bücher und Auswahlstücke im Geiste unserer Ueberlieferung ist ein Beginnen, das in der heutigen Zeit, der unjüdischen Eint- Stellung der heiligen Bücher, mit besonderer Freude z« begrüssen ist. B^s nahende schowuausfest reicht uns ein herrliches Bihelbuch, das den Kundigen schon beim schlichten Rezitieren eine wohllauterfullte Welt der Herzensinnigkeit und Seelenreinheit aufersr.ehen läßt. Mit welchen Gedanken tiefer Seelenkenntnis jedoch unsere Altvordern dieses Buch begleitet haben, lehrt eine kürzlieh erschienene deutsche Bearbeitung: Die fünf Megilloth iib-rsetzt und erläutert von Dr. Raphael Breuer,, zweiter Teil: Ruth, Frankfurt a. M. 1908, A. J. Ilofinann. Preis M. 1.40, in der hauptsächlich die Auslegung des Mi drasch zur Darstellung gelangt. Dis Scliriftchen trägt den Stempel liebevollen Eingehens in die Gedankenwelt der großen Lehrer und diese Tendenz versöhnt auch den Andersdenkenden mit den an einzelnen Stellen eingestreuten, aus dem Rahmen des Ganzen heransfallenden, subjektiven Gefühlsäußerungen des Verfassers. Wir möchten •las Büchlein zur Anschaffung empfehlen! M. N. Verbands-Nachrichten. Berlin, 17. .März. Seit dem letzten Delegiertentage sind folgende Ortsgruppen, vor allen D.mk der lebhaften Propagandatätigkeit des Herrn Rabbiners ׳ Dr. 'VeilI-Kuchsweiler 1m Klsass und der Poseuer Ortsgruppe (Herren J. Pless 11 er un 1 K. ßeszez e wski) in der Provinz Posen gurrniidet wurden : Debatte zu stellen und erst als letzten Punkt der Täurssmrdriunir eine allgemeine Kritik zuzulassen,־ ■':1>-i*tung schenken wird. Aber mit dieser Taktik ler erwähnte ׳M׳.'׳>t.;u>i 1־ < h nicht vollständig beseitigt. Soll positive A: :׳•■it geleistet werden, muss -jeder Delegierte sich be-;1 :--£11^׳. in möglichst präziser Form, kurz und bündig, >״ me ׳Absicht zu den zur Beratung gestellten Anträgen <1.!־■!!!':׳,gen.— .Möge diese Anregung auf fruchtbaren Boden tV.ileiE j A. M. - Gelnhausen. ■ Nachschrift '.er Redaktion: .Wir können 1:1' ■len vorstehenden Ausführungen nur vollinhaltlich ahsciiliessen. Aut den! letzten’Delegiertentage wurde -ieiieus des geschäftsführenden Ausschusses und de3 Bureaus alles getan,- um Zeit fiir die eingehende Beratung der Anträge zu reservieren: der. aller Schranken spotten- ■den J;ederlat gegenüber aber erwiesen sich alle Masspahmen als machtlos. Der Antrag, die Anträge in Zufcunft vorweg zur Beratung zu stellen, verdient jedenfalls Beachtung. 0rts£n1|1jn׳n Name uer Vorsitzenden und der Schritttührer. . 123. Rülzheim Ptalz , 130. Pattensen [.eine 131 ן. Geestemünde Bremerhaven! 132. Bensheim b. Darmstadt; 133. Heilbronn 134. Samter 135. Laufenselden mit Holzbausen und Kemel. 136. Königstein i. T. 137. Merzweller i Eis. 138■ Weitersweiler i. Eis. 133. Buchsweiler i. Eis■ 140. Pfaffenhofen i Eis. 141. D;.uendorf i. Eis. 142. Königsbach 1. Bad 143. Sulz u \V. 144• Hatten i. Eis. 145. Buttenhausen i. W'ttg. 146. Wolfisheim U Eis. 147• Mommenheim U Eis. 148. Randegg i- Bad. 143. Krotoschin 150■ Ostrowo Bz Posen 151. Wronke 152. Ittersweiler i. Eis. 153. Oberehnheim i. Eis. 154. Zabern i. Eis. 155. Hagenau 1 Eis 156. Diemeringen i. Eis. Breslau, 4. April. Die hiesige Ortsgruppe des ״Verbands der äabbathfreundc“ hatte in einer Hingabe die städtische Schalbehörde gebeten, den ihrer Aufsicht unterstehenden Schnlen bekannt gebe■ za wollen, dass nach erfolgter Genehmigung des Gesuches jüdischer Schüler und Schülerinnen um Befreiung vom Schreiben, Zeichne■ und vom Hacdarbeitsuntcrrichte an den Sonnabenden and Feiertage■ im Unterrichte oder bei anderer Gelegenheit nicht anf ״Nachteile“ , hingewiesen werde, die darch das Unterlassen des Schreibens oder Lehrer Kahn Lehrer Jacob Apt M. Feldbrandt. Adolf Bendheim Jacob D. Reis Rabb. Dr. Wreschner Lehrer Maier Lehrer Kahn Samuel Kirsch Jacques Samuel Rabb. Weill Cantor Loeb Felix Herzog Max Daube Rabb Bloch Isidor Weill: Lehrer B-rlinger Max Meyer Jules Levy Lehrer J. Marx ' J. Rothstein Rabb. Dr. Meuhaus Raphael Hirsch Rabb. Dr. A. Bloch

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