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Der Sabbath · 1909-04-01 · 4 (4.1909) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
9 (1909)
Issue
4 (4.1909)
Date
1909-04-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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9. Jahp$. Ho. 4. 7\pril )909 —^ (Donofsblatf zur )Förderung der Sabbathheiligung ווה locialcn und wirtlcbaftlicben Cekeiji der Gegenwart. Organ des Verbandes der Sabbathfreun Frankfurt a. M., des Vereins für Stellenve Kaufleute Breslau und des 18 r. Stellen Vermittlungsvereins, Verlag: Verein zur Versicherung gegen Stellenlosigkeit, Frankfurt a- M. Dr. Ed. Blb Centralbureau des Verbandes der Sabbathfreunde: Berlin C., Heidereal eit des Vereins zur Versicherung gegen Stellenlosigls ttlung, Berlin, des Stellen Vermittlungsvereins Jüdischer Hamburg. Redaetlon: erfeld, Berlin. ergasse 4. Die Mitglieder des Verbandes and der Stellen vermittlungsvereine za Berlin, Breslaa, Frankfurt and Hamburg erhalten das Monats .Der Sabbath“ nnentgemich. Bezugspreis für Nichtmitglieder Mk. 3.— jährlich. — Anzeigen 30 Pfennig die viergespaltcne Petitzeile. Jakresaaftragen Rabatt. — Carrespondenzen für die Redaction an Dr. Ed. Biberfeld. Berlin C., Heiderentergasse 4, alle sonst Mitteilungen geschäftlicher Art an die Geschäftsstelle des ,Der Sabbath“, Frankfurt a. M., Nene Zcil 63 j- Maohdruck der Artikel mit Quellenangabe erwünsoht. )lau hei liges Berlin C-: Heidereuterfasse 4. vEreiksbfreaitx : 14.> Die ״Sabbatbewegung“. Unter diesem Titel erschien in Nr. 10 der . Strassb. Isr. Wochenschrift“ aus der Feder des Herrn L)r.j Marx- Westhofen ein Artikel, dr'r in wannen Wörtern Wert und Bedeutung der Sabhathheilijrung für den Organismus des Judenthums preist und die Segnungen, die dter echtjüdische Sabbath dem, der ihn sich wählt, in Hprz und Haus trägt, in beredter Weise schildert. Di^se Ausföhrungen müt den dann in eii e Würdigung derj erfolggesegneten Tätigkeit, welche besonders unser verehrter Mitarbeiter Weil 1-Buchsweiler im Eisass zur Gründung’ von Ortsgruppen unseres Verbandes entfaltet, jius und zeichnen in richtigen Zügen den Anteil, welche^ dieser Wirksamkeit für die Beobachtung des Sabbathgesetzes für die Wiederbelebung des religiösen Lebens lind Eniplindens überhaupt gebührt. Aich über die Wertung der Sabbatbruhe enthält der Artikel soviel Rieh :iges — bis auf einen Punkt, den wir zum Schlüsse noch zu berühren haben werden, — dass seine auszugsweise Wiedergabe unseren Lesern willkommen sein düifte. Es heisst da: ץ ״Reich an Segen ist der Sabbath. Und seine höhe, beglückende Bedeutung wird von keinem ernsten, denkenden Menschen n Zweifel gezogen. Und dennoch ist es um unsem Sabbath unendlich traurig be- ׳ ■teilt. Warum? Wieso dies kommt? Die Ursachen sind zu bekennt, als dass sie mit breiter Ausführlichkeit besprochen zu werden brauchten. Die mit dem Eintritt der Juden in das modene Kulturleben beginnende Umgestaltung der Lebensanschauung bereitete das Feld hierzu vor; die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gegenwart mit ihrem erschwerten Kampf ums Dasein förderten im Verein mit andern Erscheinungen des modernen Lebens das Zerstör ungswerk Nachahmungstrieb und persönliche Gleichgültigkeit taten das ihre, 1m selbst ii Kreisen, denen der entschuldigende Anlass fehlt, dem Sabbath seine Bedeatang *zu nehmen und der gewohnte Anblicte stampfte vielfach auch das Empfinden derer ah, die für!■ich noch den Sabbat haltCD, sodass man häutig der jüngeren Generation l eine Schwierigkeitin in den Weg legt, wenn sic Berufe wählt, in!!jenen die Beobachtung des Sabbaths eine Unmöglichkeit ist. Angesichts dieser traurigen Verhältnisse kann es von rel Empfindenden nur freudig begriisst werden, weun eine Bewegung eiiisctzt, die dm Sabbathgedankeni in den Herzen zu neuem L^ben erwecken will. Eine Bewegung, die rein äusserlich betrachtet, nächst zum Ziele hat, den im F.lsSss bereits seif längerer Ziit stehenden Uttsgruppen des Verbandes der Sabbathfreunde (St:ussbürg, Zaberr, 1'isckLeiin, l.ingolsheim, llnlhausen, Westhjofen u. v. A.) neue h iDZUzufugen. Auch das ist schon ein bt’udit wertes Beginnen. Denn die blosse Willenskundgebung, den Sab sich und dem Judentum zu erhalten, die durch die Zugehörigkeit zu einem solchen Verein zum Ausdruck gebracht wird,, ist von nicht zu unterschätzender Bedeutung für die Festigung und Stärkung Suhbathgcdnnkens. Aber damit darf man sieh noch nicht zufrieden geben. W irgendwo die Zugt hörigkeit zu eintm \ erband allein nicht das fiel sein darf, so ist cs hier. Hier muss die Vertiefung der Sabbutkifiee. die wirkliche Freude am Sabbath und seinen Segnungen unter Mitgliedern selbst wil• über den,Kreis des Verbandes hinaus slrebt werden. Früher sorgte nun ohne weiteres das Haus dafür, dass! Empfindungen vorhanden waren. Das darf heute aber selbst nicht immer vorausgesetzt werden, wo man den Sabbath noch wohnh%tsmässig hält. Vorausgesetzt kann jedenfalls nicht wer dass diese Empfindungen im Hause anerzogen .werden. Darum ist es die Aufgabe solcher Verbände, eine Tätigkeit zu entfalten, durch die jüdisches Empfinden genährt und als Voraussetzung dazu jüdisches Wissen verbreitet wird. ' Völlig verfehlt erscheint uns da für alle diejenigen, die nicht ganz fest und sicher auf oithod. Podcn stehen, also gerade da, w׳ der Verein für die Mitglieder selbst am notwendigsten ist, das v״n Berlin bezw. von Frankfurt empfohlene Mittel, das gemeinsune Lern?» des Kizur Scbnlchan Aruch. Unbeschadet der -Vorzjige, welche'dieses Buch für Laien, die sich kurz Uber die rituellen sebriften orientieren wollen, gegenüber grösseren Kompendien gtos zubeinsöutk des den erliesc Im. to rhat ץ

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