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Der Sabbath · 1908-04-01 · 4 (4.1908) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
8 (1908)
Issue
4 (4.1908)
Date
1908-04-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Der Sabbath. 25 nichts können und zu nichts zu gebrauchen sind, aber grosse Ansprüche machen. Es wäre wahrlich aa der Zeit, dass die fortwährenden Nörgeleien dieser führenden Verbände einmal aufbören würden und die jungen Leute doch auch darüber sich klar werden wollten, dass sie Kaufleute sind oder werden wollen und nicht wie Handlanger zu ihren Vorgesetzten stehen, sondern eine sozial gehobenere Stellung haben und beanspruchen, die auch andererseits erfordert, dass man die Interessen des betreffenden Geschäfts zu wahren sucht und dass man lieber einmal keine freie Zeit hat oder beansprucht, wenn es sich darum handelt, einen Kunden zu gewinnen, denn die Kaufmannschaft im grossen und ganzen sieht auf ihr Personal, besonders wenn sie das Glück hat, brauchbare Menschen zu haben, die nur Ehre und Vergnügen darin finden, der Prinzipalität etwas Aussergewöhnliches leisten zu können. Solchen Gehilfen wird ja so in jeder Weise auch die Dankbarkeit bezeugt und diese Leute kommen auch schnell wieder unter, wenn sie glauben sich verbessern zu können. Ein alter Grundsatz ist: ״Wer für andere etwas taugt, wird auch für sich, wenn er zur Selbständigkeit kommt, vorwärts kommen und wer für andere nichts ist, wird auch für sich selbst nichts leisten ״W ir schlagen deshalb vor, an den jetzigen Bestimmungen nicht zu rütteln und die 5 ständige Arbeitszeit als normale Grundlage bestehen zu lassen, und beantragen, die hohe Kammer wolle in diesem Sinne beschliessen und Stellung nehmen“. ' * * * Wir sind mit den obigen Ausführungen, so bemerkt hierzu ״der Manufakturist“, dem wir den Artikel entnehmen, selbstverständlich einverstanden, soweit sie sich gegen das durch nichts gerechtfertigte Projekt wenden, die Sonntagsruhe zum Schaden des Detailhandels zu erweitern. Dagegen können wir uns nicht einverstanden erklären, dass der Regensburger Schutz verein Hausierer und Detailreisende als Schmarotzer an unserem Wirtschaftskörper bezeichnet. In EinzelfäLlen mögen sich in den genannten beiden Ständen ja auch unlautere-Eiemente unangenehm fühlbar machen. Dieser Ausnahmen wegen kann man nicht alles, was-Detail reisen lässt oder die Kundschaft in ihren Wohnungen aufsucht, als Schädlinge bezeichnen. Unter den Firmen, die detail reisen lassen, befinden sich nicht nur viele durchaus ehrenwerte und einwandfreie Geschäfte, sondern man kann wohl mit Hecht sagen, die überwiegende Zahl dieser Firmen steht hinter den anderen Firmen des Detailhandels in dieser Beziehung durchaus nicht zurück. Konkurrenz wird es immer und überall geben. Richtig ist es allerdings, dass dem ortsansässigen Detailhandel bei Einschränkung der Sonntagsruhe der Hausier- und Reisehandel noch fühlbarer Konkurrenz zu machen vermöchte, als es bereits jetzt der Fall ist. Erklärung. Ich habe mit Bedauern aus dein ״Meir“-Artikel der vorletzten ״Sabbath*-Nummer entnommen, dass mein ״Wunde Stellen“-Artikel auf ״ganz bestimmte Personen und Tatsachen“ gedeutet worden ist. Demgegenüber er-l kläre ich hiermit, dass diese Deutung falsch ist. Mein Artikel war allgemein gehalten. Marfried. ׳ Verein zur Versicherung gegen Stellenlosigkeit (שמרי שבה) Neunter Rechenschaftsbericht. 1. Januar bis 31. Dezember 1907. Das hinter uns liegende Jahr bedeutet für unsren Verein eine Periode ruhiger, gedeihlicher Weiterentwicklung. Der Niedergang der wirtschaftlichen Conjunctiy, der um die Mitte des Berichtsjahres einsetzte, hat einen; Einfluss bisher nicht gehabt. Die Ansprüche an unsre Versichrungskasse waren vielmehr trötz des Steigens der Mitgliederzahl niedriger als seit Jahren, wozu die sich immer mehr vervollkommende Organisation unsrer Stellenvermittlung; allerdings wesentlich beigetragen hat. Zu dem Berichte über unsre Tätigkeit im Einzelnen übergehend, ist vor allem darauf hinzuweisen, dass entsprechend dem vermehrten Umfang der Geschäfte auch unsre Ausgaben fortgesetzt im Wachsen begriffen sind. So hat unsre Stellenvermittlungskasse auch diesmal ein Deficit aufzuweisen; lediglich dem günstigen Abschluss unsrer Versichrungskasse ist es zuzu-! schreiben, wenn der Gesamtabschluss einen nicht unerheb- : liehen Ueberschuss aufweist. Es beläuft sich das Vereinsvermögen am Ende des Geschäftsjahres auf Mk. 2 9 6 2 3.9 6 gegen Mk. 27982.59 am Ende 1906. Die Ver8ioheruDgs-Ea88e zahlte Mk. 970•-- an 13 Mitglieder in 1907 gegen Mk. 1148.— an 10 Mitglieder in 1906 1039.58 tt 10 w w 1905 1659.— 18 ff n 1904 1377.- H 18 * 9 1903 2803.— jt 28 * ff 1902 2088.25 tl 28 ר 1901 713.25 9 13 9 9 1900 997.— ff 10 w ft 1896 Die Summe der seit dem Bestehen des Vereins -an Stellenlose ausgezahlten Entschädigungen beträgt somijt Mk. 12895.08! Die in 1907 gezahlten Entschädigungen verteilen sich in folgender Weise auf die einzelnen Klassen : . Klasse I 1 Mitglied 20 Tage Mk 20.— 1 */» Monat , 15.- , 1 ״ 4 . 120•- f _ 1 20 T. n. Beitragr. 23.— 1 1 Monat -.30 ״ 1 ״ י¬ —90 ״ 1 1« 3 . -•90 ״ Mk. 388.— Beitragsrnckzahlang an 2 stellenlose Mitglieder Mk. 8.— 396— II 1 Mitglied 1* . Monat Mk. 67.50 1 1 — 45 ״ . ״ 1 1 . 45- 157.50 Hl 1 ״ 3' , Monat . 14660 ***״ .־— ' 1 3 . 180.— 1 l1״ .׳ . 90.— 416.60 Mk. 970.— Ende 1906 war der Mitgliederbestand unserer Versicherungskasse : Klasse 1 174 Mitglieder Klasse II 101 ״ Klasse III 89 ״ zusammen 364 Mitglieder

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