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Der Sabbath · 1908-01-01 · 1 & 2 (Jan.-Febr. 1908) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
8 (1908)
Issue
1 & 2 (Jan.-Febr. 1908)
Date
1908-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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2 Der Sabbath. Berlin, 59. Lehrer B. Wolff-Aurieh. Vertreten sind folgende Odtegruppen : 1. Altenmuhr, 2. Aschaffenburg, 3. Auricqj 4. Berlichingen, 5. Berlin, ß. Berolzheim, 7. Bingen,;8. Birstein, 9. Braunsbach, 10. Breslau, 11. Burchas^ach, 12. Cö!n, 13. Darmstadt, 14. Ettlingen, 15. Fischach, . 16. Freiburg, 17. Fulda, 18. Filehne, 19. Frankfurt a. M., 20. Gelnhausen, 21. Gunzhausen, , 22, Halberktadt, 23. Hamburg, 24. Hanau, 25. Hersfeld, 26. Ichenhausen, 27. Karlsruhe; 28. Kitzingen, 29. Königsberg, 30, Langenselbold, 31, Mannheim. 32. München, 33ל Mainz. 34. Marburg, 35. Merzig, 36. Niederstetten, 37\ Nürnberg, 38. Pinne, 39. Posen, 40. Rhina, 41. Schwahach, '42. Schweinfurt, 43. Schlüchtern. 44. Strassburg, 45. Stuttgart, 46. Treuchtlingen, 47. Wächtersbach, 48. Wiesbaden, 49. Westhofen, 50. Wreschen Es wird nunmehr in die Tagesordnung eingetreten, welche lautet: , 1. Erstattung des Jahres- und Kassenberichtes utfjsffntlastung des Vorstandes. 2. Berichte der Kommissflmen. 3. Die Errichtung eines (Jredit-Institutes. 4. Jüdische Brockensammlungen und ihre Verwertung für die Interessen der Sabbathheiligung. 5. Anträge der Ortsgruppen 6. Neu wabf des gescbäftfübrenden Ausschusses.— Den Delegierten und Teilnehmern am Delegiertentag war eine gesclfjjfackvolle Sammelmappe für die Zeitschrift ״Der Sabbath“ seitens des geschäftsführenden Ausschusses als Erinnerungsgabe überreicht worden. Derselben sind aufggdrucktf: die Tagesordnung, die Anträge der Ortsgruppen, ffirner die in der vorliegenden Nummer abgedruckten Anregungen für die! Tätigkeit der Orstgruppen, sowie Texx und Bildschmuck genössischer Journale und eines fiifc die *Peah, Jüdische-Brockensammlung Berlin“ entworfenen wirkungsvollen Plakate des Kunstmalers Herrn Hepnunn Struck -Berlin. — Zu Punkte 1 der Tage*ordtj|ind1 erstattet der Vorsitzende nachfolgenden Gescbättsujj|r®ht: Das Berichtsjahr war ein Jahr reicher und erfolg^gwHier Tätigkeit. Als Haupterfolg ist besonders das Erreichte? in Sachen der Sonntagsruhe-Gesetzgebung | bervfcrzuhejien. Wohl ist grade in dieser Hinsicht in den 1 letzten Tagen eine Wendung eingetreten, die für unsere Tätigkeit unter Umständen einen verhängnisvollen Verlauf n^hinen kann. Wie sich aber auch das Ergebnis gestalten i magffso dürfen wir doch aussprechen, das die Scherairas Scha*)bos Dank unserer Tätigkeit zum ersten Male offij cielle Anerkennung durch staatliche und städtische Bei hörden gefunden hat. Wir haben mindestens den Erfolg! *•rziWtj^Jdass wir den Zagherzigen in unserer Mitte den Nadjärä$; erbracht haben, dass man nicht zu befürchten brauiGpt; sitfi lächerlich zu machen, wenn man mit dem Uinwfeis auf das Pflichtgebot der Sabbathheiligung vor die Behörden hintritt. — Ferner hat es sich erwiesen, wie mit der Sabbathtreue die Treue gegen die übrigen Pflichtgebote und deren Ausübung in der Praxis eng verknüpft ist. So haben unsere Anregungen bezüglich der Förderung des Thoralernens: zu unserer Freude in weiten Kreisen volles Verständnis gefunden, und es ist uns ein erhebendes Bewusstsein, durch diese Förderung des Thorastudiums in unseren Ortsgruppen ein zur^Nachahmung aneiferndes Beispiel gegeben zu haben, zur Belebung jüdischen Geisteslebens seihst in den kleinsten Landgemeinden. Neben diesen mehr in die Weite hinausragenden Arbeiten, ging die Eineeiarbeit einher, die ebenfalls gute FrüAte trug. Wem; wir heute auf die gewiss stattliche Zahl von 90 Ortsgruppen mit über 4000 Mitgliedern gegen 50 Ortsgruppen mit 2900 Mitgliebern 4m vergangenen Jahre hinweisen dürfen, so tritt hierin schon klar zu Tage, welche Summe von persönlicher agitatorischer Arbeit zur Erreichung dieses Zieles geleistet werden musste. Diese Erfolge kann der geschäftsführende Aussch^s nicht für sich iif Anspruch nehmen, denn die sind in der Hauptsache das Werk der rührigen und zielbewussten Herren der Frankfurter Ortsgruppe, denen der Verband hierfür zu besonderem Danke verpflichtet ist. Wir haben freilich hierbei diejGenugtuung mit genannten Herren bezüglich dieser organisatorischen Bestrebungen in stetem Einvernehmen gestanden und sie darin in jeder möglichen Weise unterstützt zu haben. Wir haben ferner das Feld unserer Tätigkeit erweitert, indem wir einer Anzahl Jugendvereine Subventionen gewährt haben, geeignete Localitäten anzulegen oder würdig auszustatten, in denen jungen Leuten Gelegenheit geboten ist, ihre freie Zeit in guter Gesellschaft, in Gesellschaft guter Menschen und guter Bücher nützlich zu verbringen, und sie so vor den verderblichen Einflüssen, der die Jugend nur zu leicht ausgesetzt ist, zu bewahren. Ausserdem wurden in einer Reihe von Fällen Subventionen an solche Leute bewilligt, die eine zeitlang über Wasser gehalten werden mussten, um ein Zusammenbruch ihrer wirtschaftlichen Existenz zu verhüten. Unsere Bemühungen richteten sich des weiteren darauf, den Rabbinern die Dispensation vom Militärdienste an den Festtagen für in Betracht kommende Soldaten in Erinnerung zu bringen, Eltern auf die Dispensation der Schüler vom Schreiben am Sabbath, resp. vom Unterrichte am Sabbath und Feiertagen hinzuweisen oder gar diese Befreiung direct durch unser Eingreifen zu bewirken. Ein weiterer Zweig unserer Tätigkeit war der Versuch einer Feststellung der am Sabbath geschlossen haltenden Geschäfte und Betriebe, bei der wir neben der Sammlung des statistischen Materials auch einen ferneren Zweck in Sachen Sonntagsruhegesetzgebung verfolgt haben. ,So haben w־ir nach den verschiedenen Richtungen hin eine vielseitige Tätigkeit entfaltet und hoffen damit, Ihre Zufriedenheit erworben zu haben.“ Hierauf erstattet an Stelle des abwesenden Cassierers Herrn J. Plachta Herr Raphael Gradenw i t z nachfolgenden Kassenbericht: Einnah men. Mk. Bestand 1. Juli 06 231.SO Restguthaben Frkf. SBbb. 600.— Beiträge 5065.23 Spenden 98.85. Zusch. des Schomre Schabbos Verein Berlin, zum Sabbath 100.— 6095.60 Ausgaben. Mk. Verwaltungskosten 692.45 Drucksachen u. Schriften 296.40 Porti 620.17 Gehälter 1000.— Zeitschrift ,der Sabbath* 1100.— Miete 300.— Unterstützungen 101.80 Propaganda 44.80 Inserate 44.— Bestand 30. Juni 07. 1993.4S 6065.60 Zu dem Bestand vom 30. JuDi 1907 ist zu bemerken, dass in dem Betrage vo■ M. 1993.48 noch der für den ,Sabbath* zu verrechnende Betrag von etwa M. 700.— enthalten ist und ausserdem in ihm die Druckkosten flir das - in Vorbereitung befindliche Büchlein ,Die Sabbathgesetze* reserviert wurden, sodass de facto der Cassabestand nur unwesentlich höher als am 1. Juli 1906 angenommea werden darf. Vor Eintritt in die Diskussion über den Rechenschaft^ bericht begrüsst das Vorstandsmitglied der ,Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums“ Herr Jacob Rosenheim aus Frankfurt a. M., die Versammlung uameDS der von ihm vertretenen Körperschaft. Er spreche es mit besonderer Genugtuung aus, dass der ״Verband der Sabbatfreunde1‘ und die ״Freie Vereinigung“, trotzdem sich ihre Arbeitsgebiete zum Teil

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