Der Sabbath
- Journal
- Der Sabbath
- Volume
- 7 (1907)
- Issue
- 7 & 8 (Juli-August 1907)
- Date
- 1907-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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ץ. Jahr!. JVo. 1 & 8. 3uli-;Rusust )90?. 9 mj^'׳"״ — 1aff<£׳M —>s fl)onafs ^5י! י ׳ * zur Förderung der Sabbathheiligung 1m iocialen und wirticbaftlicben Geben der Gegenwart. ::ä'Wi k iß&k Jrgdii dös Verbandes der aabnathlrounde, - des 1! ereins zur /ersicberung gegen oüaijeniüSigKsiv Frankfurt a. M., des Vereins für Stellenvermittlung, Berlin, des StellenvermittluVigsvereins jüdischer Kaufleute. Breslau und des 18r. Stellenvermittlungsvereins, Hamburg. Verlag: I Redactlon: Verein zur Versicherung gegen Stellenlosigkeit, Frankfurt a M. 7 _ Dr. Ed. Biberfeld, Berlin. Centralbureau des Verbandes der Sabbathfreunde: Berlin C., Heldereutergasse 4. Jie Mitglieder des Verbandes und der Stellcn'\e1Mitti11״gsurci1K zu Berlin.. Breslau. Frankfurt und Haniburg erbalten das Monatsblau .Der Sabbath“ unentgciuicu. Bezugspreis für Niebtmitglicder Mk.;1.— jährlich. - Anzcigi-ii :fü Bfcniug die viergcspaltene Petitzeile, bei fahrcsaufträgen Babatt. — C'orrespomlenzen für die Bedaction an l!r. Kd. Biberfeld.*■ Berlin l'.. Heid! rrutergusse 4, alle sonstigen Mitteilungen geschäftlicher Art au die Geschäftsstelle des ,Der Biibliutlr. Frankfurt a. M., Neue Zoil 63. Nachdruck der Artikel mit Quellenangabe erwünscht. VEKEl.XbltlKEAlX: Berlin א.: Jtfanbijouplatz )0. Breslau. Scluueidnitierstr. 21. Ramburs6.: Caroiinenstr. 321- Frankfurt a. JÄ.1 Schütaenstr. 14. Eliul. ü., Berlin, 1. August. Es ist tlas hohe Lied vom bewussten Gottvertrauen, vom restlosen Aufgehen des ganzen Menschenseins, ohne Zag und ohne Zweifel, im Gottesglauben und Gottes- Zuversicht, das den 27. Psalm, לדוד העש אוד־ ויעע־ erklingen und in die Herzen dringen fasst. Alle Nöte und Sorgen, alle Kämpfe und Beschwernisse, die des schwachen Menschenkindes 1m Erdendasein warten, alle Gewalten und Schrecken, die das arme Menschenherz erschüttern und zermartern, sie alle linden hier ihren beredtesten, lebenswahrsten Ausdruck — blieb dem, der also saug, an Menschenleid und Herzensweh ja kaum die letzte Neige erspart. Aber immer wieder, hindurch durch allen Schmerz , und alle Qual klingt und singt die Gotiesstiinme da drinnen, tief im Innersten der Seele, jubelt aus befreiter, ׳ druckerlöster Brust, der unerreichte1, unvergleichliche Triumpbgesang des über die linsieru Zweifelsmächte siegreichen Gottbewusstsems, das Siegerlied der aus den taggebornen Leiden und Sorguissen des Lebens zur unendlichen, ewigen Harmonie der Gottesnahe sich llüchteuden Menschenseele ״ דעש או־־ ו־עע* מט־ א־־אGott ist mein Licht und mein Heil; wen sollte da ich fürchtend־׳ Lösten seihst die letzten Bande des Blutes sich und ן wankten, geborsten die Grundvesten seihst alter Sitte und Kultur ״ ,ש־ אש־ ואש־ עזבע* והעש ־אשפנ־wenn selbst Vater und Mutier midi verliessen und verraten, Gott nimmt mich auf und birgt im Schatten seines Zeltes mich : am Tage des Unglücks :; קוד. א; העם הזק ו־אש־ן לשן־ וקוה ׳׳ ״ אל העשdrum“, in diese ernste Mahnung klingt der! Psalm aus, ״hoffe auf den Herrn, und scheint deine Hoffuung dich auch zu täuschen, zeige dich stark, möge Mut I gewinnen dein Herz und hoffe doch in allen Lagen auf deinen Gott.“ Schon die alten Midraschim haben in diesem Psalm einen Hinweis und eine Beziehung auf die mit dem Eliul- : jnonat einsetzende Zeit der Einkehr uhd Rückschau gefunden. und in der Mehrzahl der Gemeinden israels wird vom Ellulbeginn an bis zum ד־ דד־דדה; am דועעגא -;ה täglich morgens und abends dieser Psalm als Schluss des Gebetes gesprochen. Ein Brauch voll tiefsinniger Bedeutung! Der Ellulnunat ist, wenn man einen Alltagsausdruck auf diese heiligen Empfindungen an wenden darf, der Inventurmonat des jüdischen Kalenderjahres. שאו דעשון, so tönt's. aus dem Schofarhall am Ellultage,^ beeilet Euch die Rechnung abzuschliessen, das Delicit Eurer Guttaten und Guthaben noch rasch vor Jahres- Schluss aufzufüllen und zu verbessern, damit das Soll in der Bilanz das Haben nicht übersteige und der drohende Bankbrueh von Euch ahgewendel werde. Rückschauend schweift darum der Blick über das. zu Ende gehende, so lange und doch so schnellverffossene Jahr und er siebt viel Gutes Wollen, aber wenig gut Vollbrachtes, eine unendlich grosse Daubarkeitsschuld und eine unsäglich kleine Gegenleistung, eine unbegrenzte Fülle von Lebensausprüchen und eine mehr als bescheidene Pffichtenübuug. Wie oft hast du versagt, wenn es galt das Gebot Gottes, der Thora zu erfüllen, für die Heiligkeit seines Namens einzutreten, die ^Entweihung des Heiligsten abzuwenden. Und darf du, dürftest du dir auch das Zeugnis ausstellen, dass du an deinem Platze stets dich bestrebt und bemüht hast, die Lehre der Thora zu leben, — hast du auch die schwere verantwortungsvolle Prficlit erfüllt, die du am Sinai mitübernommen hast für deute Glaubensbrüder und Schwestern, nach Krätten dich zu mühen uml zu wirken, damit auch sie im Kampfe des Lehens bestehen und der Versuchung nicht erliegen די Hat nicht manchmal das Blut deines Bruders geschrieen zu dir um Hille und du hast dem Auge verschlossen, hast um nichtiger, kleinlieber Gründe willen die rettende, fast unwillkürlich sich ausstreckende Hand zurückgehalten, zurückgezogen ׳־ Da schreibt in Nr. 31 der ״A. Z. d'. J.* ein Mann dem es oä'ensichlieh am Herzen liegt, Schäden im jiidi-