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Der Sabbath · 1907-04-01 · 4 (4.1907) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
7 (1907)
Issue
4 (4.1907)
Date
1907-04-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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32 Der Sabbath. tilr. ־d-i 1■ ihrer neue! Der AK•2 .־, HC» u:u L׳-tehende! S 1• am Karfreita gt weihe üb! Kaden, Ve: stellen gesch dürfen die a). in der!Zer während der tagsrnhe •im Handelspe werbe nunmehr assurg nie folgt zur allgemeinen Ktnntnis: magistiat ScLwabach erlässt auf Gmcd f:§ 11".יי> “eiclsgiwerbeordnnng, Art. 6 1‘olizeistrafgist tzhccLs trikts polizeilichen Vorschriften : 1. Wcihnachts-, Oster- und Pfingstfeiertnge, sowie "dürfen Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter im Handelsaujit nicht beschäftigt werden und sirnd die I.iider, ifsmagtaine, überhaupt alle offenen. Verkaufs-!sen zu Balten. Ad den übrigen Sonn- und Festtagen!benannten Personen wie folgt beschäftigt werden : Von Ostern bis letzten Sonntagvorfiirrl.weih iiklusite Stunden Ton 10—12 Ihr Vormittags nnd 1 — 4 L'hr Nachmittags; b! in der Zeit vom Kirehwcihsonntag bis Palmsonntag inklusive während der Stunden von 1t>*,2—12 Vormittags und 1 —4'/י L'hr Nachmittags. Auch das Offenhalten der Verkaufsstellen ist unr wkhreüd der sub »und b benannten Zeit erlaubt; im übrigen müssen dieselben geschlossen gehalten werden. g 2. An den nachgenannten Sonntagen, nämlich : 1. am Sor.ntag vor Idem Lichimessmarkt, 2. am letzten Sonntag vor < stern, 3. am Sonntag vor dem OstOnrarkt, 4. am letzten Sorntag vor Pfingsun, 5. &m Kiul w eihsonntag. C>.; n. Simteg vor dun Martinimarkt, ,7. an den 4 letzten Sonntagen vor Weihnachten dürftn die Läden* etc. nach Beendigung des vormittägigen Hanjitgottesdier stes mnunterbrochtru 11 stunden lang, das ist in der sub $i 1 lit. a.bezeichneten. Zeit ven!0 Ihr vormittags bis 8 Uhr abends/ in der sub 1 lit b.bezeichneten Zeit, ven IC';»— Uhr V01 mittags bis 8* 2 Uhr flterds, ofl'tn gehalten und die in § 1 eiwi-Lnftn Personen während bi'..-( r Zeit beschäftigt Werden. ti X Zuwiderhandlungen gigin diese Br.-ftn mungrn w 1 ־«' < r t naeh S 14fc'a KeieLsgewerbeortinnrg mit Oeldstraie bis zu O ■ -V k im L nvcrmöjpnsfalle mit Haft bestraf■!. ' London, 1 Mä!z. Ven dt in Viibar.d jüdiscLer .־■clr.cidt r war nach dem ,Israelit“. ' auf vergangenen Sonntag eint) Konfett 11z. zur Diskussion der die S״thbathruhe betreffenden Frkgtn einbetufrn worden. Iler Vorsi;*j8ji|ji Herr A. K o s c n t h u 1,-w i! - auf die in Aussicht sJchcLtitu MGÄiJntagsaibeit beschränkt ntäe 11 IIaas.-na 1 mt 11 hin UL.d 'auf die Noüffruigkeit, demgf genubt r reebtzeitige .־־!!]ritte zu tun jsyr♦ Sithtiung der ׳Sabbathfeier für dtn judiscLi n Ai iter. Ks gei; r. sieh zu.-: 11!1!1nz1;.-1 hliessen, um mit der Sablatharl! ' t in Knil! zuwmachan. W enn die Konferenz sieli einmütig zu tiitstm Grün ־:.'i blkenne, s׳> werde sie damit der Welt ein leuchtendes Kci-|. •■f*״«!hnr. In der hierauf felgt! den Besprechung far dt n tlie.-i Giu; ן ktn lebhafte Zust.11.mutg. 1wutde eine Iit-oiutioii angeneri.in! 11 dt- Inhalts, dass die Versammlung, die die Vertreter Vir- ־ sthit!,ו!.er jndischt r Gewerkschaft« n und die Meistert t reinigmvgt 11 un.ft.--1-. die Aibtit Ton Juden am Sal i :!tli als •־iH.l'.r eil t k 1 eklage.; und ci.lsehfossen sei, alsbald zu dtsstri Le.-eitigung htl:ritte zu tun. Fern• r wurtl״ beschlossen, die Gruniurg eines Bunati.v in Ar griff 'zu!;.!.- die Vermittelung v!!d .*••.bcit-ste'l:! :1 mit i1:|~.־s am Sah!- ■ 111 ,.u U.-orgen habe. llas Parlamentsmitglied. Stuart M. S a m u 1• 1 .-iig’ in eiui in Brit :'e an die Vt-r.-an rului g der 11■ wtgm*g -!imt n,GÜtiiizung zu. Ks ist erfreulich, dass nun auch bei tu - In Kigiäii■' <־T.t iltWtgung zu (■ur.-;>u des Sabbath in Fluss zu koimiien beginnt. t Russland, 10. März. In Sachen der, wie neulich mitget'i?. t-1i dt m ifinis: 1 tium verschärften Sonntagsruhebestin mungeu hat. w 1■ .».an!j^ r ..lutl. liundstlEau“ aus Re-mny berichtet, sieh die jüdische t ri.-gt ii.t ii.dt an den Premierminister mit einem <4■ -uch auf telegia} 1 ..-t 11• m W-ge gewandt, er möge Aufklärungen hin.-iehtlieh der jüdisch! n I״! l..c in dieser Beziehung erteilen. Per Premierminister antwortete, .er überlasse es den Ortbehörden. darüber zu entsch’t itlt n. ob es;ipsezeigt ist, für Juden im Hinblick auf iLre religiösen Hede! k! n '1*!14י anf ihre ־ Senderinteressen gewisse Ausnahmen zu machtr. Es ist also gewi-sermassen eine prinzipie-lle Anerkennung der Berichtigung jüdischer Interessen, die durch ihre religiösen* Fatzungipn bedingt sind; nichtsdestoweniger muss diese ministerelLe Ent.-cFi Idttng als eine ungünstige betrachtet werden, denn die Tatsache, dass diese Frage dein Gutdünke» und vielleicht auch der Willkür der untergeodrneten lokalen Organe üherla.-stn wird, ist nicht Itiuhigii.d. Einige jüdische Kaufleute, die aus dem kleinen Städtcfctn S-Hcha^chew (Gouv. Warschau) angekommen sind, teilen dtr ,Welt־ mM|dass die neuen Beschränkungen durch die Sonntagarufie gegen ülP judgn daselbst von den Ortsbehürden mit der grüssfen Strenge pichandbabt werden. Es ist tlies, wie die Kaufleute ifehaupten, eine Erschütterung der ־ökonomischen Stellung des judi.ichen Handel- und Gewerbestandes. Paris, den 17. April. Die Union Liberale, eine vor knrzem gebildete Vereinigung, welche die hebräischen Gebete durch franzöaiache ersetzen, am Sonntag statt am Sonnabend Gottesdienst afhalten nnd hei diesem auch Nicbtjaden zn Predigten zulasien will, hat sich an den Verwaltungsrat der Associatrou Consistoriale mit dem Ersuchen ge wand t ihr eine der Gemeinde-Synagogm zur Abhaltung ihres Knitos zir ^tber'assen. Diese* Er.-uchen ist in der Jetziea 8itznng des Ver^äftungsrats mit der Begründung abgelehnt worden,; ' dass die Anschauungen nnd Bestrebungen der Union mit dem Wesea . des Judentums, wie es von der überwiegendes Mehrbeis begriffen und oeiätigt wird in Widerspruch Stehen." 1 l Halle a. S., den 18. April. Auf ein besuch der hiesigen; Synagogen-Gemeinde um Verlegung des Heihsjmarktes, wegen Zusammenfallens desselben mit den hohen jüdischen Festtagen, hat der Provinzialiat der Provinz Sachsen unter dem 2L vor. Bis. genehmigt, dass der diesjährige Herbstmarkt der Stadt!falle a. S., bestehend aus dem am 9. und 10. September stattfindenden Krammarkt nnd dem am 19. September st&ttfindenden Viehmarkt, auf den 2. und . 3. September d. Js. verlegt wird. J■!-,. Allerlei. Ueber die Juden in Salonik ättoseit siyli der norwegische Dichter Alexander L. K i e 11 a n d in einer! soeben in deutscher Uebersetznng erschienen 11 licisestndie .Saloniki wie folgt: ,Durch unzählige kleine, einsame strasse-n, wo man vor] den hohen Gartenmauern nichts sieht, entichte ich eines der Tore in der Verteidigungsmauer. Da lag ein fritdlicher Storch auf <-111(111; alten, hohen Neste, vr-11 durch das oflene Tor gingt!! geputzte Judifi und Jüdinnen mit Judcb und -I Kindern: cs war ein Samstag Morgen. Wenpi ich ein Jude wäre und in Nor ei e 11 r u!1:1 w 0 11111 e , I w 0 sie i 11. 111 e r I i rt-n müssen, dass sie: schwarz bi n d k 1 e i n ti 1111 s c 11 i e f 1׳ e i n i g sind■• wurde ich jedes Jahr nach Salonik wif in c i 11 B u!1 reisen. Ich ^ürde meine Stammverwandten aufsuchen, de■« zeihe )verbrämten Kaftan und die hellen, leinen Unterkleider anlegcii, lind in der Freiide | über die Schönheit des.auserwühlün Volkes, wie sie -ich hier bewahrt uml entwickelt] 11:11. würde ich meine Beine strecken und meiden Rücken gerade l ichten und me ine Seele 'mit Verachtung gege n!die Noniliii d! r mit den hohen Hilten uml den wässerigen Augen'erfüllen. Nie )1 a b e i r 11 s c 11 ei 111■ r e M ä!! 1■ e r als di e s e -1111 e 11 g ts e 11 e 11, d i ea 111 S a 1! b a t h 111 o r g e n in!1!1 er :1 11.- - e r b :1 1 b!: t r M!111 e r 11 s: p a z u:.-i nie!;1.1-11 ft im n 11 Ai mI:uck auf den Ge.-ich 11:.- .:eine Angst daver 1 . t. .-ich Z11 zeigen, und 11:1■ huch erhaben war ul er die halb verlorene wurin wir alle gern ein wenig heruinpfu-clicn lieist ii. Mit zw ei junge n •lude r, die ich f!1r Brüder hielt, ging'ich .hinge zusammen. Es kam dadurch, d.i.-s ein mit Heu und Knkraut beladener Esel uns drei in eine Ecke zu.-ammtndrückte, wo wir alle mit Mieden und Gras behängen wurden. Wir läfhelten einander zu!ei dein gemeinsamen Missgeschick. Wir kongten natürlich kein Wo:; verstehen: lasen uns aber gegenseitig die Halme alt, uml wir fühlten, jeder auf seiner,Seite: hätten wir nur; reden können, so •wären wir Freunde uml Gleichgesinnte gtwestü: wir verstanden, da-- etwas Gleiches und Gemeinsames uns verband, konnten ahn nur mit den Augen erklären, dass wir uns verstanden. Indessen fi.krc-n w!r fort, zusammen zu gehen — wie zufällig — die Strasse hinauf. B:.-u־e׳iicn kamen^wir iui Gediänge dicht aneinander, und wir lächelten; und so!reuten wir ungewisseriiassen gegenseitig unserer Gesellschaft. Sie waren hochgewschscn, Iwie das ganze Geschlecht vom portugiesischem Schlag. Jisar und Ifart von uugt-wtihnlieber Schönheit, warme, braune Haut und klugij Augen, und vor allem eine Ruhe uml eine Sicherheit, die sie wtjit von dem unterschieden, was man sonst unter Juden versteht. Ifnd dazu kam. lass in Salonik all die schwere Arbeit von den Juden besorgt!vurde — zum Beispiel im Hufin. Am Samstag, wo sic a l'süi i n ihren langen, pelz verbrämte 11 K a f t k 11 s spazieren gingen, war kein Boot am tj u a i a u f z 111 r e i 11 e n. Und bei der Löschung der Schiffe zeigte[ es sich, dass au diesem Tage, wo wir als A u s 1 a d e r und Lastträger die Bekenner anderer Götter hatten, nicht der dritte Teil verrichtet wurde; ausserdem eilte die ganze Bande an Land, lauge ehe die Sonne unterging, weil ein wenig Wind zu wehen anting. Erst der Anblick der Nachkommen der alten Juden machte mir die Geschichte des Josephus, die ich halb ungläubig diesen Winter gelesen habe, begreiflich. Denn der Eindruck von den Juden, den wir aus unserer biblischen Geschichte bekommen, ist im Grunde der, dass sie ein kleines, umhergetriebenes Volk waren, rings um einen Tempel, von dem wir wussten, dass er zu Schutt uud Asche werden würde. Ein Volk, das immer in der Klemme war und nur durch übernatürliches Eingreifen' aufrechterhalten werden konnte. Aber in den Juden von Salonik findet man die unbeugsame Kraft wieder, von der Josephus erzählt, ein Heldenvolk — so ziemlich das hartnäckigste, das die Römer zu beugen• hatten, mit einer Hauptstadt, deren Prachtbauten in der Ferne wie: ein hoher, schuecweissrr Berg erschienen.“ i 11 8 :1! 0 11 i k den Strassen;ücren gingen, filtern. Ein Wohlwollen doch eine Würde, englische Steilheit, bcMinli-rs auf

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