Der Sabbath
- Journal
- Der Sabbath
- Volume
- 7 (1907)
- Issue
- 1 & 2 (Jan.-Febr. 1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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2 Der Sabbath. ---?-—----- ,Sabbath* — sondern durch Separatabzüge, die den Ortsgruppen zur Aufklärung der Eltern' zur Verfügung stehen, b) Antrag ,Ortsgruppe Schwabach■. Zusammenstellung der Vorschriften über den Sabbath im Haushalte; Veröffentlichung und Verbreitung in geeigneter Weise. h) Die Schaffung eines Führers für die Berufswahl. 6) Die Regelung der Stellenvermittlung für Kaufleute und Handwetker- ׳ * : .!Hierzu : ul Antrag ,Ortsgruppe Berlin־. Der Delegirtentag wolle beschlossen, dass es sämtlichen Ortsgruppen zur Aufgabe gemacht wird, die vorhandenen oder entstehenden Vakanzen in Geschäften, die am Sabbath geschlossen sind, stets sofort sowohl dem geschäftsführenden Ausschuss in Berlin, als auch der Centrale für Stellenvermittlung in Frankfurt a. M. zu melden, ebenso den genannten Stellen die Namen Stellung Suchender, beynders die Ntmen der Schüler vor ihrem Abgänge aus der Schule, die auf sabbathfreie Stellen reflektieren, aufzugeben. " ^bi Antrag ,Ortsg. rujipe Bresla o*. » Der Delegiertentag beschliesse die Herausgabe eines Adressbuckes der Gewerbetreibenden und Handwerker, welche den Sab- . batli heiligen. 7'. Neuregelung der die Wahl der־ Delegierten betretl'enden Be־ ׳Stimmungen. ,Antrag 4,0 rtsgrup jtc Breslau. Der Absat2 2 des § 9 der Satzungen erhalte in seinem zweiten Teile folgende Fassung: .... Sie sind berechtigt, bis ein Fünftel, in den ersten drei Jahren ihres Bestehens bis zwei Drittel ihrer Gesamteinnahme selbständig zu verwenden. 8) Neuwahl des geschäftsführendea Ausschusses. Zu Punkt I der Tagesordnung nimmt der Vorsitzende das Wort zur Erstattung des Jahresberichts. Er spricht zuvörderst allen, die sich an der Werbetätigkeit beteiligt haben, insbesondere den Herren Loeb und Rosen beim herzlichsten Dank aus. Als Ergebnis der Werbetätigkeit ergibt sich ein Bestand von 50 Ortsgruppen mit 2391 Mitgliedern, zu welchen noch die Ortsgruppe Berlin raiW#208 Mitgliedern, und ausserdem 295 MitglidMer hinzuzurechnen sind, welche letztere keiner Ortsgruppe angeboren. Es ergibt sich somit ein Mitglieder-Bestand von 2894 Mitgliedern. Diese stattliehe Anzahl erbringt den Beweis für die Lebenskraft, der von dem Verbände vertretenen Idee. — Als ein Erfolg des Verbandes ist die Vereinigung derSchomre- .Schabbos-Vereine zu Berlin, Breslau, Frankfurt a. M. ip der ,Centrale für Stellenvermittlung* zu Frankfurt a. M. zu nennen; durch diese Schöpfung ist es möglich geworden, das Material von Angebot und Nach- _ frage za sichten und den in Betjacht kommenden Kreisen schneller und ausgiebiger zu dienen. Das Organ des Verbandes ,Der Sabbath“ hat in dem abgelaufenen Zeitraum sijh bestrebt, seine propagandistische Aufgabe zu erfülle^ Die innere Tätigkeit des Verbandes war eine überaus** rege, das Bureau war auch, vielfach mit der Verzettelung von Stellen beschäftigt. Ein Hauptaugejmerk wurde auf die Vermittelungstätigkeit bei Ges cWhf.tsverköuf en gerichtet, um dem Schaden vorzubeugdfi, dass seither am שבת geschlossene Geschäfte in Hände übergehen, denen die Sabbathheilignng nicht am Herzen liegt. Naturgemäss konnten hierin bisher nur . numerisch geraage Resultate verzeichnet werden. Ein whiteta? Feldjjjr Betätigung bot sich dem Verbände in von Material und Behandlung der FnÄTÜer durch die Erweiterung der Sonntagsruhe - fttt die am Sabbath geschlossenen Geschäftsbetriebe drohen- 'den Gefahr. Es darf als Verdienst des Verbandes in Anspruch genommen werden, dass־ die Idee der Sabbathheiligung in weiten Kreisen der Judenheit eine derartige Anerkennung gefunden hat, dass selbst ,der Verband dhr deutschen Juden“ in dieser Frage mit ihm Schalter an Schulter zn kämpfen wünscht und. ihn als die Hauptinst&nz gegenüber den gesetzgeberischen Beiitrobungen bez. der Sonntagsruhe anerkennt. Des Weiteren liess es sich der Verband der Sabbathfreunde at gelegen sein, das Publikum über seine Rechte gegenüber den Behörden zu unterrichten, und es auf de betr. Abschnitte der Gesetzgebung, hauptsächlich in Bezug auf die Befreiung der Schulkinder vom Unterricht am Sabbath, über die Zeugenpflicht am Sabbath u. s. w. aufrierksam zu machen. Teils e folgte dies durch das Verei isorgan, teils auf direktem Wege. Ais eine Neuschöpfung die im Anschluss an den Verband erfolgte, ist die Bracken- Sammlung ,Peah“ in Berlin zu nennen. Durch diese Institution wird es ermöglicht, scheinbar wertlose! Hausrat, zu Gunsten von mittellosen Juden (ungeleri ten Arbeitem), die den Sabbath heiligen, zu verwerten, ausserdem gegen lohnenden Entgelt zu beschäftig Hierauf verliest der Kassierer. Herr Placl nachfolgenden Kassen-Bericht. Einnahmen. Beiträge Spenden 3794.20 Aus gaben. Drucksachen Bureau-Einrichtung Bureau-llnkosten Inserate l’orti Miete Gehälter Anteil an d. Ausgaben f. d. Organ ״derSabbath Cassenbestaud .>829.-0 und sie en. t a, den Mk. 922.— 183.50 275.75 100.05 3015.40 120.— 1165.— 600.— 231.50 3529.20 Der Bericht der ,Peah1־ schliesst mit einem Guthaben des Verbandes im Betrage von Mk. 74.33 per 31. Dezember’ 1906. Es wurden durchschnittlich 6—8 Leute dabei beschäftigt. — Der Vorsitzende schlägt vor, zwei Herren zu Revisoren zu ernennen, und sie mit der Prüfung der Rechnungslegung bis zur morgigen Sitzung zu betrauen. Nach einem Antrag des Herrn Karger auf Errichtung einer ständigen Revisionskoininissio 1 werden die Herren K0ber*Breslau und Löwenthal-berlin zu Revisoren gewählt. In der nunmehr folgenden Lesprechung des Geschäftsberichts gibt Werthei m-F111da die Anregung durch Ablösung von Hochzeitstelegran men etc. die Vereinskasse zu stärken. Kober-Breslau weist dai rauf hin, dass die Ortsgruppen zu ständiger Mitarbeit zu erziehen seien, weil ohne diese sehr leicht eine Er- 1 lahmung eintrete. Er wünscht Ausarbeitug eines Reglements, deutlichere und ausführlichere Fassung des § 2 der Statuten, ausserdem Heranziehung der Ortsgruppen bei der Stellenvermittelung. M arku!- Berlin, hält die Ausarbeitung eines Reglements für undircbführbar, weil die Leistungen der Ortsgruppen mit dorn Inter- . esse der Mitglieder für das gesetzestreue Judentum innig Zusammenhängen. Der Vorsitzende ersucht, im Interesse der Uebersichtlichkeit derartige Vorschläge, wie die seit- I herigen, erst bei den einzelnen Anträgen anzubriigen and sich auf die Besprechung des Berichtes zu beschränken. Rosenheira - Frankfurt: Er habe zuerst nicht!geglaubt, dass so rasche Erfolge würden erreicht werden. Es habe sich aber gezeigt, dass man einer gutgemeinten und von ernsten Männern ins Werk gesetzten Sache nie aus dem Wege gehen soll, auch dass ihr schliesslich ein Erfolg , beschieden ist. Auch wir haben immer die Frage gehört,; worin soll denn eigentlich die Innenarbeit der Ori sgruppen I bestehen? Wir haben zu diesem Zwecke eiqe gedruckte I Anleitung hersteilen lassen und den Ortsgruppen und ׳ Reflektanten übersandt. Herr Kober hat recht, wenn er } sagt, dass auf die Dauer mit einer Idee als Bindemittel