Der Sabbath
- Journal
- Der Sabbath
- Volume
- 6 (1906)
- Issue
- 12 (12.1906)
- Date
- 1906-12-01
- Page
- Seite 82 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/4874912-5428444-5428513--156-4875045- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
82 -- v I. I J Der Sabbath. Verein zur Versicherung gegen Stellenlosigkeit, •> י •(שומרי שכת)! *׳ Gemätes den in unserer Generalversammlung vom 9. Dezember gefasssten Beschlüssen machen wir: hiermit bekannt^dass vom 1. Januar 1907 ab auch 41weibliche Handlungsgehilfen tinserm Verein als ordentliche Mitglieder beitreten können. Die zu zahlenden Jahresbeiträge sind in Klasse I Klasse II Klassd III Mk. 6.— p. a. Mk. 9.— ■p. a. Mk. 12.ךp. a. Die im Falle der Stellenlosigkeit eintretende Vergütung beträgt in Klasse I Klasse II Klasse III •Mk. 30.-* monatl. MkL45.— monatl. Mk. 60.— monatl. Der Eintritt in Klasse II wird durch ein Minimalgeholt von Mk. 75.—, derjenige in Klasse III durch ein Minimalgehalt von Mk. 100.— monatlich bedingt. — Ueber die näheren Bedingungen der Versicherung geben die SatzuA^en Auskunft. שלש פעח־וה בשיה. [(Die drei Sabbathmahlzeiten). js verkleinen ,רצות meinen Speiseungen, strikt;en soll igion * annter gar Wert, c ie * Dass einzelne hervorragende Reformhelden d flossenen Jahrhuncterts und nicht minder ihre, Nachtreter in der-jetzigen Zeit alle diejenigen die sie als ״CeFemonialgesetze* auftässen, im allgc zu verunglimpfen suchen und insbesondere die gesetze“ und auch solche gesetzliche Bestimai .die gleich der in der Ueberschrift bezeichneten un$ einzuhalten als verbindliche religiöse Pflicht gel und muss, mit dem verächtlichen Namen ״Küchenr^l belegen, dürfte wohl allgemein bekannt sein, I vielleicht als der unvergleichliche ideale Sinn, tiefe Bedeutung-und der überaus hohe erzieherische der eben der .—סע■־ r^r-Vorschrift innewohnt. Eine kurze Klarstellung, die nur die Anregung geben möchte, dass geeignetere Kräfte den Gegenstand erschöpfend behandeln, soll nun im Folgenden versucht VterAeii. Damit wir in dem שיבת ja nicht kleinmütigerweise einen verlorenen Arbeits- und Erwerbstag erblicken und an dem von r ־קב gebotenen ,Ruhetage“ die Sorgen des wfoebentägigert Lebens nicht weitertragen, soll der jjdische Menscli nach Anaa^ung unserer Weisen diesen Tag als Freuden- und Festtag auch durch körperlichen Jenuss auszeiclujen und in sinniger Auslegung des Thora• Verses .אכלה• הדם ני יטב־. היום ל־ ־,ירט לא תמצא־ד ניט־־ (II. B M. 14) zu drei verschiedenen Zeiten und zwar unmittelbar nach dem den $abbath einleitenden Abend-Gebet, dajnn am Tage nach beendetem Morgen-Gottesdienst und fendlich am Nachmittage nach vorausgegangener geistiger Bjeschäftigun^mit unserem heiligen Schrifttumeje eine sättigende -Mahlzeiteinnehmen. Schon diese Zeiteinteilung lässt den erzieherischen Charakter dieser Anordnung klar und deutlich erkcflijjben. .סך mannigfach verschieden die Ansichten der Forscher ilber {lie Entstehung des Weltalls auch sind, und wie weit in die graue Vorzeit sie die Tatsache der Schöpfung 'j^ueb Jrinausrücken mögen, wir lassen uns in der Anschauuüg nicht beirren, dass die Kraft, die befähigt war, aus einen!? absoluten -Nichts auch nur das erste Atam, aus HandluDgsgehilfinnen, die dem Verein beizutreten wünschen, wollen Satzungen und Anmeldungsformulare vom Bureau des Vereines in Frank furt a. M., Schützen- Strasse 14, einfordern. Wir rechnen darauf, dass zahlreiche Handlungsgehilfinnen, auch solche, die sich in besser bezahlten, gesicherten Stellungen befinden, von der gebotenen Gelegenheit zum Eintritt Gebrauch machen. Besteht doch eine unbedingte Sicherheit gegen die Gefahr der Stellenlosigkeit für niemanden, und darf es ja ausserdem als eine Ehrenpflicht gerade der besser gestellten Gehilfinnen bezeichnet werden, durch ihren Anschluss die Versieherungskasse zu stärken und damit mittelbar zur Hebung des ganzen Standes beizutragen. Frankfurt a. M., 16. Dezember 1906. Der Vorstand. dem sich alles entwickelt haben soll, erstehen zu lassen, auch wohl imstande war, das ganze Universum zu bilden und diese Schöpferkraft, der alles Bestehende sein Dasein verdankt, ist für uus der Allmächtige, Allvermögende, nach .dessen in der תורד niedergelegten Willen wir unsern Lebensweg einzuschlagen haben. Das sind vornehmlich Gedanken, zu denen der Sabbath-Vorabendgottesdienst die Anregung bietet, wo wir an die Zeit des Anbeginns zurückdenken, da der erste Mensch durch den Odem Gottes zum Leben und Denken erweckt, hingerissen vom entzückenden Anblicke einer unermesslichen, in jugendlicher Schönheit prangenden Schöpfung die Regungen seines überströmenden Herzens in Lobpsalmen und Jubelhymnen ausgesprochen hatte. Um dieses זנרון למעשה בראשית noch mehr in uns zu festigen und unser Denken und Fuhlen damit zu durchdringen, bringen wir dies im קידוש, womit wir die erste Sabbathmahlzeit einzuleiten haben, zum weiteren Ausdruck. Während wir die vorzüglichsten Erzeugnisse der Erde, das sättigende Brod und den labenden Wein vor uns haben, danken wir gleichzeitig unserem fürsorgenden Allvater-für die vorzüglichen Gaben zur Erhaltung und Erheiterung unseres Lebens und erheben den körperlichen Genuss durch die nach Väterbrauch einzufügenden זמירות zu einem geistigen. — Haben wir so den Freitag Abend zur Hebung und Stärkung des Bewusstseins benutzt, dass הקב׳ה als Schöpfer und Erhalter des Alls auch unser Gebieter und Erzieher ist, dem wir in Allem zu folgen haben, so bieten uns die Sabbath-Morgengebete und als deren Fortsetzung der die zweite Sabbathmahlzeit einleitende קידוש die weitere Erkenntnis unserer höheren Menschenbestimmung, die uns zur steten Selbstprüfung mahnt, inwieweit wir uns dem von הקניה überlieferten Thoraziele genähert oder davon entfernt haben. Wenn wir alsdann dem ernstenGesetzesstudium uns hingeben oder religiös belehrende Vorträge zu hören bemüht sind, die uns vom Alltäglichen und Vergänglichen zum Heiligen und Göttlichen führen, so bildet eine solche Sabbathfeier den vorzüglichsten Grundstein unserer אמונה. Frei von betrübenden Sorgen, ledig der Last eines mühevollen Berufes können und sollen wir die dritte Sabbathmahlzeit לשם שמים geniessen, durchdrungen von der Wahrheit des Thorahwortes כי לא על הלהם לבדו יחיה האדם כי על כל מוצא פי ה׳ יהיה האדם, dass nicht das Brod (die Nahrung) allein