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Der Sabbath · 1906-09-01 · 9 (9.1906) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
6 (1906)
Issue
9 (9.1906)
Date
1906-09-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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> (Donafsbloff zurpörderung der Sabbathheiligung imlociaJen und wirtfcbaftlicben Ceben der Gegenwart. Organ des Verbandes der Sabbathfreunde. des Vereins zur Versicherung gegen Stel’eniceigkeit- Frankfurt a. M., des Vereins für Steilenveimittlung. Berlin, des Stellenvermittlungsvereins: jüdischer Kaufleute. Breslau und des Isr. Stellenvermittlungsvereins, Hamburg.;׳ Verlag: ‘I Redactlon: Verein zur Versicherung gegen Stellenlosigkeit, Frankfurt a• M. jf Dr. Ed. Biberfejd, Berlin. ן Centralbureau des Verbandes der Sabbathfreunde: Berlin C., Heldereutergasse 4. Die Mitglieder des Verbandes und der Stellenvermittlungsrereine zu Berlin, Breslau, Frankfurt und Hamburg erbaltcn-das Monatsblatt ״Der Sabbath“ unentgettnen. Bezugspreis für Nichtmitglieder ilk. 3.— jährlich. — Anzeigen 30 Pfennig die viergespaltene Petitzeile, bei Jabresanfträgen Rabatt. —.Correspondenzen für die Redaction an Dr. Ed. Biberfeld, Berlin C., Heiden utergässe 4, alle sonstigen Mitteilungen geschäftlicher Art an die Geschäftsstelle des ״Der!jabbath“, Frankfurt a. M., Neue Zcil 63. Nachdruck der Artikel mit Quellenangabe erwünscht j ■-— . 1 I VEREIXNBUREAUX: Berlin א.: Gjrasse Xamburjerstr. 13/14. Breslau: Schtueidnilzerslr. 2). Xambti'r« 6': Carotinenstr. 321• Frankfurt a. Irt.; Stihülz^nstr. 14 Elul. £. ZO, Berlin, 20. August. Das Jahr, tlas ״jüdische Jahr“ geht schnell seinem Ende entgegen. Das mahnt uns allniorgentlich am Schlüsse des Morgengebets der grell-scharfe Ton des Scliofars, der, gleichsam ein Vorbote, das alsbaldige Herannahen des Jom-Teruah, des neuen Jahres-Anfa:׳gs uns in Erinnerung ruft. Das mahnt an jedem Abend die bereits früh hereinbrechende Nacht, die Kunde uns bringend, dass nach der Ferienpause des Sommers mit Macht jetzt heraneilt die Zeit der Arbeit, da die erholten erfrischten Kräfte des Geistes, des Körpers mit erhöhtem Eifer ihrer Aufgabe obliegen sollen. Nur ein Monat noch, so spricht uns ihre Stimme, nur eine kurze Spanne Zeit ist dir geblieben bis zu dem Tage, an dem des Herrschers Huf erschallen wird: Kommet zur Kechnungslegung über Euer Tun und Vollbringen im abgelaufenen Jahre; nur Tage und Stunden noch hast du zu deiner Verfügung, um zu ergänzen und vervollständigen, zu verbessern und auszufüllen die Lücken und Mängel, die deine Leistungen bis beute aufweisen; es fliehen die Stunden; es eilen die Tage, drum zögere nicht länger ans Werk zu gehen, zu nützen die Zeit, deine Pflicht zu. erfüllen, Versäumtes nachzuholen, Unterlassungssünden zu sühnen! Nur ein Monat — aber, so lehren unsere Weisen, ein Monat im Jahre, wenn gut und richtig angewandt, wenn in Teschuwoh und Maasim towim verbracht, gilt; gleichwertig dem ganzen Jahre! Wer wollte da noch zögern, den Elul-Monat nach Minuten und Sekunden ,zu! wiegen, zu zählen, damit keine verloren gehe, keine ungenützt verstreiche, keine ihrer Heilsbestimmung entzogen,! entfremdet werde?! j Auch an uns, die .חובב* •»בר, die im ,Verbände der 1 Sabbathfreunde“ zusammen sich fanden, um mit vereinten j Kräften dafür zu wirken, dass der צב־־״• •seine alte [Stelle wieder einnehme im Leben der Söhne und Töchter unseres Volkes, als der von Gott gewollte und erwählte Tüg der Hube und geistig-sittljch'en Erhebung, dass׳ schwinde die selbst verräterische Verzweiflung, die mit dem Sabbath sich selbst verloren gibt, und das Selbstvertrauen wieder einzielie in dfe Gemüter, der1 alte jüdische בטחון, der int Gottes Hand sich geborgen weiss. und die Stürme und Kämpfe des Lebens darum nicht fürchtet: auch an jms richtet mahnend der Elul seine Stimme, Selbst prüfung heischend, Taten fordernd, raschen Entschluss gebietend. ' Gewiss, Manches ist im zu Ende gehenden Jahre erreicht worden; schon nähert sielt dem halben Hundert die Zahl der begründeten Ortsgruppen; Tausende bereits haben sich auf Grund unseres Programms!ms angeschlossen und ihr Einverständnis mit unserem Wollen, unseren Zielen bekundet; über die Grenzen unseres Vaterlandes hinaus hat unser .Sabbath“ den Gedanken der חבת •צבת, der Sabbathtmic liinausgc tragen und in Herzen, die erstorben seidenen, neuen Lebenstrieb und Lebensmut geweckt. Manches ist erreicht — aber unendlich mehr hätte erreicht werden können und muss in. dei* Zukunft erreicht werden. Wo immer wir in den letzten Wochen und Monaten anpochten und die^Gniindung von Oitsgruppen. die Anwerbung von Mitgliedern erbaten־: wir ei hielten die stereotype Antwort, dass die Sommernionate mit ihrer erschlaffenden, abspaunenden Hitze, mit ihren Ferien- und Badereisen nicht geeignet für die Vorbereitung so ernster Gedanken, wie die צד־ת •צבת• seien, da^s es unmöglich sei, jetzt Versammlungen'abzuhalten, dass der Sache durch nutzlose Arbeit nur geschadet und wertvolle Kräfte unverantwortlich vergeudet würden. Sei’s drum! Aber jetzt, da alle diese Hindeiungsgriinde wegfallen, da erholt und erfrisclrt die Ausflügler heimgekehrt, da die ernste Zeit der .i omim

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