Der Sabbath
- Journal
- Der Sabbath
- Volume
- 6 (1906)
- Issue
- 7-8 (Juli-August 1906)
- Date
- 1906-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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6• Jahr§. Jio. 78־. •Juli־;U13!lst ]906.' -♦> (Donafsblaff <$— zur Förderung der Sabbatbneiligung imfocia'en und wirtfchaftlicben Ceben der Gegenwart. >.. 3i*־ Organ des Verbandes der Sabbathfreunde. des Vereins zur Versicherung gegen Stell9hic8igk' Frankfurt a. M., des Vereins für Stellenvermittlung, Berlin, des StellenvermittlungsvSreins jüdifccjhe־ Kaufleute. Breslau und des Isr. Stellenvermittlungsvereins, Hamburg. “ { Verlag: Verein zur Versicherung gegen Stellenlosigkeit. Frankfurt a M. Redaction:; Dr. Ed. Biberfeld, Berlin. Berlin C., ff ei d e reu t e rga s se 4. Die Mitglieder des Verbandes und der >telle11rer111ittlu11g.'Vereine zu Berlin, Br•-lau. Frankfurt und Ibimlmrg erkalten das .Wonitdi ״Der Sabbat 11“ tmentgcitlicli. Bezug-preis für Niektinitgliedi r Mk. :1.— jährlich. — Anzeigen 811 Pfennig die viergespahrm■ l’etitzeile. Jakresauftriigen Bakatt. — lurrespoiidenzi n für die lile d a c t 1 *> 1t j.u Dr. Kd. Bil erfeld. Berlin (’.. Heid>reuterga>se 4, alle sonst Mitteilungen g e se 11 ii f t 1 ie k e’r Art an die 1 1 י e 1. .1 1 t - - t e 11 e des ״Der Sabbask". Frankfurt 1. M., Neue Zeit ״.־ Centralbureau des Verbandes der Sabbathfreunde: 'telleiiverniittluiigsvereine zu Berlin. klart bei gen .,Nachdruck der Artikel mit Quellenangabe erwünscht Berlin JL : Grosse Hamcureerstr. )3,14. B r e s 1 a VKKf:1\SHl KKAIX: דנ Sehueidnilzerstr. 2!. H a m fc u .6 5 ־.: Caroliner.str.'32 F r a n k f: Schülern! Ir. 14 Die Sabbathfeier und der Kampf ums Dasein. venu on [fern In dun ״Elegien“. in welchen <ler I,ropliet .leremiaüber den Verfall des Heiligtums und den damit in Yerhindung stehenden Verlast so vieler ideeller Güter ,klagt und trauert, erscheint der Vers 11 des 1. Kapitels als gar nicht dahin gehörend, denn während in den vorhergehenden und nachfolgenden Versen immer andere die Wehmut und Träne entlockende Trauer begründenden sachlichen Momente in Betracht gezogen werden, lautet der mit dem Uebrigen kaulu in Verbindung zu bringende Inhalt des bezeichneten Verses: er.“נק־צ־ב ־*: z־r:.x; •ד־ ערד באבל להש־ב נפש er־r״:re •:r: ״Das ganze Volk seufzt,•alle verlangen, nur Brot, sie gehen die kostbarsten Kleinodien hin für Speise*•. A11 sich betrachtet, wäre es ja nicht besonders bemerkenswert, wenn man im Notfälle seihst. Kostbarkeiten hergieht, um sich nur das Lehen zu erhalten, denn widersinnig würde derjenige handeln, der eher sein Lehen eiubiissen wollte, als sich vom Materiellen, zu trehinen. Aber der Vers besagt in idealem Sinne gefasst dasselbe, was auch in der ,Gegenwart so beklagenswert erscheint: ,Das ganze Volk kennt nur .die Jagd und Hast nach Brot, und alle geben sie die kostbarsten Kleinodien, die heiligen Sabbathe und die erhabenen kommt. . ארב א־,/־דא:־. liehe die dir zur A1)f&abf gestellte Arbeit, /iibe sie mit Lu>t!uni Freud es die niedrigste wäre, so entwürdigt *de nicht, s adelt. Wenn sie nur den redlichen Erwerb vermittelt“ lautet der Mahnruf eines Talmudwei-en. ״Wein geniessest die Arbeit deiner Hände, dann heil di|r wohl dir״ -agt der Psalmist in seinem 12!'. K ״Schicke dein Brod übers ״Meer, nach Verlauf de wirst du C' .finden־ i>t eine Aufforderung des Königs Salomo, der damit auch Her Kaufmanns.cha ihrem Export und Import da« Wort redet. ״Int Sch deines Angesichts sollst ■du ־Brod geniessen־ •w; Angebinde des zum Arbeiten genötigten ersten Mei^s ׳ du und iditel. Zeit iscu mit v$isse das heu t und ist es seitdeip geblieben. Fnd dasselbe Schrifttum, man n! uns Festtage bin für Brot und werfen noch die sonstigen Schätze unserer אב־־:־ hinterdrein“. Ebenso heisst es auch in dem ergreifenden ־זיקף run;־־Gebete am ־אש רש:ר, wie!für unsere Zeit gemünzt, so *treffend: "״ בנפש• •ב־א ךהב«hiss im Kampfe ums Dasein so Viele das zu ihrer Körpererhaltung Nötige nur . mit Einsetzung ihres geistigen Seins und Seelenheils zu gewinnen und heimzuhringen vermögen“. * * .' das die Fntätigkcit in einer Weise verurteilt, wie dies in keiner anderen Literatur tindef. fordert ■vc: eindringlichst die allerstrengste Arbeits<fntha!t11n|g am .Sahhath. Feber' den Wert, die Wichtigkeit und Notwendigkeit der Sabbathinstitution ein Wort'110c 1 zu verlieren, .erscheint wohl unnötig, nachdem alle Kultii nationen einander durch Sonntagsruhegesetze denen Bede(« im hoben Masse anerkannt haben. Allerdings diese Staatsanordnungen und Bestimmungen nur sch Nachahmungen unserer :^--Gesetze, .die den derselben ■nie erreichen worden, weil sie zumefitj nur aus .social-politischen Gründen geschaffen wurdet , darum den Stempel der Zeitlichkeit an sich t Sollte und durfte jedoch die Heiligkeit des Sabbat halb bei uns Einbusse erleiden, weil andere Kreis», kürlich einen anderen Tilg als den vornherein von dazu bestimmten, zum Ruhetag erhöhen hajäen 'r Diese wenn sie überhaupt gestellt werden dürfte, ist entsc liedeii Für den jüdischen Menschen ist die Entfaltung einer beruflichen Tätigkeit nicht so sehr eine üble Notwendigkeit, als vielmehr eine religiöse Ptiiclit, die an .unzähligen Stellen unseres heiligen Schrifttums zum Ausdruck mg des Sahbiths m Herzen i n i im zu verneinen; denn dass mit der Entheilig׳ die Verwüstung des Gottesglauhcns in d'tj (feiste eines jeden Einzelnen beginnt und fortschreitend ihre. Vollendung erlangt, braucht nicht erst erwiesen zu werden. Diu Tatsache i׳eigt, sich uns leider zu lieh, ״dass mit der Aufhebung des Buudeszeicheni. deutlas