Der Sabbath
- Journal
- Der Sabbath
- Volume
- 6 (1906)
- Issue
- 4 (4.1906)
- Date
- 1906-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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6• Jahrg. Ho. 4. Tfypril 1906 W (Tlonafsblaff ^— ',‘יmm 7״rFörderung der Sabbatbheiligung imfotialen und wirtfcbaftlicben Cebcn de״ Gegenwart. ג ׳♦.-■; י'!1 Organ des Verbandes der Sabbathfreunde, des Vereins zur Versicherung gegen׳ Stellenlosigkeit- Frankfurt a. M., des Vereins für Stellenvermittlung, Berlin, des Stellenvermittiur.gsvereins j'tdischer ^Kaufleute, Breslau und des Isr. Stellenvermittlungsvsreins, Hamburg. Verlag: < I Redaction: Verein zur Versicherung gegen Stellenlosigkeit, Frankfurt a M. T Dr. Ed. Biberfeld, Berlin. ■ - Die Mitglieder des Verbandes und der Stfellenveriniulungsvereint• zu Berlin, Breslau, Frankfurt und Humbijrg erhalten das ilouatsblatt ,Der Sabbath“ unentgeitucn. Bezugspreis für Nicktmitglieder IIk. :i.— jährlich. — Anzeigen 3(1 f'fennig die Aicrgcspaltcne Pctitzeilc, bei Jabresaufträgen Rabatt. — Correspondenzen für die Kedaclion an Dr. Ed. Biberfeld, Berlin (Drugonerstrasse 15, alle sonstigen Mitteilungen geschäftlicher Art an die Geschäftsstelle des*־,De-r Sahbath*. Frankfurt a. M., Neue Zcil fili Nachdruck der Artikel mit Quellenangabe erwünscht ׳ VEBEIXNBIKEAIX: Berlin H■: Gjrosse Bamburserstr. )3/14. Breslau: 5ch«eidnitzerstr. 2). H a m b־-u r j 6.: Carolinenslr. 32’• F r a n k f u r t Schülzenstr. 14 Winke zur Gründung und Führung von Ortsgruppen. Soll unser ״Verband der Sabbathfreunde“ seine Aufgabe, der Entweihung des Sabbath einen Damm entgegenzusetzen, erfüllen, so muss er sich stützen können . auf eine״ nach Tausenden zählenden Stand von Mit- ' gliedern und was beinahe noch wichtiger ist, auf ein über ganz Deutschland verbreitetes Netz von Ortsgruppen. Es hat sich gezeigt, dass noch an vielen, vielen Orten Deutschlands wirkliche אוהב, מזבת vorhanden sind, bereit die Ziele unseres Verbandes zu fördern, aber es fehlt ihnen die Schulung und damit die Möglichkeit ihr gutes Wollen zur Tat zu gestalten. Ihnen in erster Linie seien die folgenden Zeilen gewidmet: 1) Wie gründet man eine Ortsgruppe? Wo noch keine Ortsgruppe bestellt, -und Aussicht ׳ vorhanden ist, dass 20—30 Mitglieder im Laufe, der Zeit gewonnen werden können, da ist unbedingt die Gründung einer eigenen Ortsgruppe dem blossen Anschluss an den Verband vorzuziehen. Zur; Schaffung der Ortsgruppe bedarf es keiner grossen Vorbereitungen. Eine Postkarte genügtum von Berlin oder Frankfurt a.M. dasWerbemalcrial umgehend zu erhalten. Wird dieses an die richtigen Adressen versendet, so genügt nötigenfalls eine einzelne, etwas energisch veranlagte Persönlichkeit, um an einen! geeigneten Tage, eine Versammlung zu Stande zu bringen und in dieser die Ortsgruppe zu constituiren. Für die Leitung einer solchen Versammlung bedarf es ebenso wenig grosser rhetorischer Künste wie für die Erstattung eines Referates. Es gilt auch hier das Wort des Dichters: ״Es!ragt Vernunft und rechter Sinn mit wenig Kunst sich selber vor." Die Verlesung ,nnd Erhiuterung der Verbandssatzungen, unseres Programmes und ein paar kernige Worte über die Notwendigkeit einfes Zusammenschlusses, das zu leisten, ist schliesslich Jeder im Stande und damit ist auch alles Nötige gesagt. Haupt- Sache bleibt ja doch, dass alle Anwesenden, notabene auch die Damen, sich in aufzulegende Listen als M i t-glied er einzeichnen. Das führt uns zn einer anderen Frage: י“־ 2) Welcher Beit r a g Js 0 1 I erhoben ,werden:■׳ . Um dem Verband eine breite Basis zu sichern, haben die meisten Ortsgruppen den Mindestbeitrag auf M. 1.— festgesetzt. Wenn man aber ־bedankt, dass jedem Mitglied der ״Sabbath“ die Monatsschrift des Verbandes, zwölfmal im Jahre gratis und franco zugesendet wird, dass dem Verband selbst doch mir ein Teil der in den -־Ortsgruppen eingehenden Gelder zutliesst, so ist es wünschgnswert, dass dieser Minimalsatz recht häutig überschritten wird. ׳ - , ’» 31 W i e soll die Leitung der 0 r t s g r u beschaffen sein? Für kleinere Ortsgruppen genügt ein Vorstat'd pe von 3 Mitgliedern’: Vorsitzender, Cassierer und Schrift luhfer Bei grösseren Oruppen dürfte es sich empfehlen 5 Vorstandsmitglieder zu wählen. - 4) W a s soll die Ortsgruppe tun? Diese selbstredend wichtigste Frage ist am schwierigsten schematisch zu beantworten. Wenn man paradox ssin will, so kann man sagen : die Hauptaufgabe der Ortsgruppen ist es — 11 e u e 0 r t s g r u p p e n z u' g r ü 11 d e n . Wie schon oben ausgeführt wurde, ist es eine Lebensfrage für den Verband, dass■ er in absehbarer Zeit über eine Organisation von wenigstens 100 Ortsgruppen verfügt. Diese von der Centrale aus alle ins Leben zu rufen, ist ׳unmöglich; dazu fehlt es an Rednern, Zeit und Geld, l at aber eine, neugeschatfene Ortsgruppe einmal ihre nächsten lokalen Aufgaben erfüllt d. h ihren Vorstand gewählt unff alle geeignet erscheinenden Personen als Mitglieder zu gewinnen gesucht, so soll sie ihren Blick über ihr Weichbild hinauslenken und sich die Frage vorlegen : an welchen Plätzen der näheren und weiteren Umgebung lassen sich noch Ortsgruppen schaffen? So viel über die allen Ortsgruppen gemeinsamen Aufgaben: daran