Der Sabbath
- Journal
- Der Sabbath
- Volume
- 6 (1906)
- Issue
- 3 (3.1906)
- Date
- 1906-03-01
- Page
- Seite 20 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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20 Der Sabbath. Wege zu Gebote stehen, den vermeintlichen Schaden, den : die S&bbatfebeobachtung im Gefolge hat, in mannigfachster; Weise wieder einzubringen.1 3. ß. M. 26,5 wird für die treue Ge6etze8hut die segenverheissende Zusage gemacht: יאבלחם לחמכם לשובע : ,ihr werdet das Brot der Sättigung gemessen*, während 1 der entgegengesetzt« Satz in der darauf folgenden ,תיבחר { lautet: ואכלתם ולא תשבעו, ,ihr werdet essen, aber dennoch nicht satt werden“. Ebenso wird im Talmud erzählt, 1 dass von den Priestern des ersten Tempels, die mit Würde ihr heiliges Amt versahen, von dem לחם הפנים, welches jeden ׳ שבת nachmittag unter ihnen zur Verteilung kam, wegen ihrer grossen Zahl jeder כהן nur ein kleines Stückchen erlangie, aber der göttliche Segen war darin und das Minimum sättigte sie vollständig, während .✓Zur Zeit des zweiten Tempels, wo nur eine geringere Zahl von בחנים, die aber habsüchtig waren, amtierten, auf jeden Einzelnen grössere Teile des לחם הפגים kamen, die aber doch keinen sättigten. Auch dieses belehrt uns, dass die Spende des grossen Gebers trotz aller Concurrenz mit unsern Bedürfnissen immer noch Schritt halten würde, wenn jeder hei all seinem Tun wie ehedem, mit יוצרו, seitifj^Schöpfer, und nicht wie es jetzt zumeist geschieht, mitVlip, der kahlen Weisheit seiner Triebe zu Rate ginge.' Je mehr Einzelne so zu handein־ sich bemühen, desto leichter würde es der Gesamtheit den Sabbath wieder zu halten, desto grösser wird sich dann aber der göttliche Segen bewähren und der alte Ausspruch" כי היא פקור הברכה wird nicht nur beim Sabbateingang gesungen, sondern lebendige Wahrheit werden. E. G.' Verein zur Versicherung gegen Stellenlosigkeit (שביר, שבח). Siebenter Rechenschaftsbericht. 1 ״. Januar bis 31. Dezember 1905.! Das abgelaufene Jahr darf in mehr als einer Hinsicht als ein bedeutungsvolles in der Geschichte unseres Vereins bezeichnet werden. Wie unsere Mitglieder wissen, war es von anfang an unser Bestreben, die in der S t el 1 en verm i ttluDg bestehende Decentralisation. wie sie sich aus der getrennten Arbeit der vier gleichartigen Vereine in Berlin, Breslau, Hamburg und Frankfurt a. M. ergab, durch eine Zusammenfassung aller Kräfte zu ersetzen. Nachdem frühere Versuche gescbeitert waren, gelang es uns im Frühjahr 1905. ein Abkommen zu treffen, wodurch die Vereine in Berlin und Breslau, sowie der *Verband der Sabbathfreunde“ sich mit unserem Verein zu einer ״Israelitischen Stellenvermittlungs - Centrale“ zusammenschlossen, um künftig die Stellenvermittlung gemeinsam zu betreiben. Die Centrale ist am 1. Juli 1905 mit dem Sitz in Frankfurt a, M. eröffüet und die Führung der Geschäfte unsrem Verein übertragen worden. Mit dem Hamburger Verein konnte leider ein gleiches Abkommen nicht erzielt werden, doch' sind auch mit ihm Vereinbarungen getroffen worden, die ein Zusaulmenarbeiten mit der Centrale ermöglichen Die 10 k ale Tätigkeit der in der Centrale zusammengeschlossenen Vereine geht selbstverständlich unverändert weiter. ׳,Ueh’er die Wirksamkeit der Centrale heute schon ein Urteil zn fällen, wäre verfrüht. Allerdings ist es uns im Berichtsjahre gelungen, die Zahl der durch uns besetzten Stellen auf die vorher niemals erreichte Ziffer 100 zu erhöhen, allein wir haben auch in den .Vorjahren eine stetige Steigerung bei den Besetzungen zu verzeichnen gehabt und die andauernd günstige wirtschaftliche Lage lässt eine Fortdauer dieser Entwicklung als natürlich erscheinen. Wenn wir also diese Frage als offene bezeichnen müssen, so dürfen wir doch die Erwartung aussprechen,' dass die Wirksamkeit unsrer Stellen• vermittlungs-CeDtrale in dem Masse zanehmen wird, als sich 1d den beteiligten Kreisen die Kenntnis verbreitet, dass hei ihr. jetzt die Vacanzen und Bewerbungen aus ganz Deutschland Zusammenflüssen. Die Ende 1904 unter unsrer Mitarbeit erfolgte Gründüng des ״Verba-ndes der Sabbathfreunde“ von der bereits unser vorjähriger Bericht Mitteilung machte, hat im abgelaufenen Jahre dazu geführt, unsere ,.Mitteilungen“ zu einem monatlich erscheinenden Organ umzugestalten, das nunmehr seinem erweiterten Inhalt entsprechend den, Titel ״Der Sabbath“ führt. Gleichzeitig ging die Reäaction, die bis dahin unser erster Vorsitzender führte, in die bewährten Hände des Herrn Dr. Ed. Biberfeld-Berlin über. In seiner neuen Gestalt hat sich unser Vereinsorgan zahlreiche neue Freunde erworben und wir dürfen hoffen, dass es der Sache des im Aufblühen begriffenen Verbandes wie unsres., Vereines auch in Zukunft gute Dienste leisten wird. ן _ Trotzdem die vorher besprochenen Ereignisse die finanziellen Kräfte unseres Vereins in Anspruch nahmen, zeigen unsere Reservefonds auch im Berichtsjahre ein erfreuliches Wachstum, so dass sich unser Vereinsvermögen am Jahresschlüsse auf M. 26280.58 gegen M. 23856.73 am Ende 1904 belief. Dieses günstige Resultat ist vor allem dem s^hon berührten wirtschaftlichen Aufschwünge zu verdanken, durch den unsere Versicberungskasse weniger als in den Vorjahren in Anspruch genommen wurde. Die zahlte Versicherungs-Kasse Mk. 1039.58 an 10 Mitglieder gegen Mk. 1659.— an 18 Mitglieder in 1904! 1377.— » 18 w 1903 | 2803.— n 28 w m 1902! 2088.25 n 28 fr n 1901! 713.25 n 13 *י 1900 ' 997.— n 10 n 1899 Die Summe der seit dem Bestehen des Vereins an Stellenlose ausgezahlten Entschädigungen beträgt somit Mk. 10.777/08.