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Der Sabbath · 1906-03-01 · 3 (3.1906) · p. Seite 17

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Journal
Der Sabbath
Volume
6 (1906)
Issue
3 (3.1906)
Date
1906-03-01
Page
Seite 17 (sequence 3)
Language
German
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W —XDonofsblaff <— . dm •* * mS^ zur Förderung der Sabbathbeiligung imfocialen und wirtfcbaftlicben Leben der Gegenwart. :S> # uim. 1. Organ des Verbandes der Sabbathfreunde, des Vereins zur Versicherung 'gegen Stellenlosigkeit- Frankfurt s. M., des Vereins für Stellenvermittlung, Berlin, des Stellenvermittlungsvereins jüdischer Kaufleute. Breslau und des Isr. Stellenvermittlungsvereins,' Hamburg. Verlag: Verein zur Versicherung gegen Stellenlosigkeit. Frankfurt a ,'1. 1 Redaction: jf Dr. Ed. Biberfejlch Berlin. Ke Mitglieder, des Verbandes und . der Stelleuverniittlungsvcreine zu Berlin, Breslau, Frankfurt und Hamburg erhalten das Monatsblatt ,Der Sabbath“ unentgeltlich. Bezugspreis fiir Nichtmitglieder Mk. 3.— jährlich. — Anzeigen BO Pfennig die viergespaltene Pctitzcile, bei Jahresaufträgen Rabatt. — Correspondenzen fiir die Redaction an Dr. Ed. Biherfeld, Berlin Dragoucrstrasse 15, alle sonstigep Mitteilungen geschäftlich er Art.au die Geschäftsstelle des ,Der Sabbath“, Frankfurt;». M.^ N'c u e Z eil tiB. Nachdruck der Artikel mit Quellenangabe erwünscht YEUEIXSBUREAUX: Berlin fl.: Grosse Hamburserstr. 13/14. Breslau: Schaeidnitztfstr. 21. kambur$6.: Caralinenstr. 32 1- Frankfurt a. Jrt.: Schützenslr. )4. Unser Werbefonds. Wie aus den an anderer Stelle dieser Nummer abgedruckten Mitteilungen liervorgeht, darf der ״Verband der Sabbathfreunde“ mit dem Erfolg seiner Werbetätrgkeit in den letzten Wochen zufrieden 'sein. Sind doch allein im Laufe des Monats März 6 neue Ortsgruppen entstanden und mindestens ebensoviel ־werden in kürzester Frist nachfolgen. Allein diese Erfolge konnten, wenn auch die rednerischen Kräfte sich ausnahmslos unentgeltlich in den Dienst unserer Sache stell: ten, doch nur unter Aufwendung nicht unerheblicher Mittel für Reisespesen, Drucksachen etc. erzielt werden. Da der mit Vorbedacht niedrig gehaltene Mitgliederbeitrag kaum für die Kosten unserer Zeitschrift und der laufenden Verwaltungspesen ausreicht, so haben wir uns, um unsere Werbearbeit nicht einschränken zu müssen; entschlossen, einen eigenen W erbefonds zu.errichten und bitten alle Freunde unserer Sache dringend, diesen mit ihren Zuwendungen zu bedenken. Soll unser Ziel, ganz Deutschland mit einem Netz von Ortsgruppen zu überziehen, in absehbarer Zeit erreicht werden, so darf unsere Bewegungsfreiheit durch Mangel an Mitteln nicht gehindert werden. Wir bitten also wiederholt um Zuwendungen an die Adresse: Verband der Sabbathfreunde, Berlin C., Heidereutergasse 4. Quittung wird allmonatlich an dieser Stelle erteilt werden. Verband der Sabbathfreunde Der geschäftsführende Ausschuss, 1. A.: Dr- E. Biberfeld, Vorsitzender. \ Gedanken zum Seder-Abend. Berlin, den 29. März 1906. ln wenigen Tagen feiern wir jenes Fest, das wir allgemein als dasjenige der'Volkswerdung oder nationalen Geburt Jsraels bezeichnen, das Fest, das uns daran mahnt, wie durch Gottes wunderbaren Eingriff in die Natur eine auf niedrigster Kulturstufe stehende Sklavenhorde plötzlich von dem schwer auf ihr lastenden joche befreit und ein Volk wurde, das bestimmend in den Gang der Weltgeschichte eingreifen sollte. Es ist eine seltsame Feier, durch die wir uns jenen denkwürdigen Moment in Erinnerung rufen, im שד־ ,eine Familienfeier im hehrsten Sinne, wie sie kein anderes Volk in dieser Art aufzuweisen hat. Wie klein und geistesarm nimmt sich diesem erhebenden Feste gegenüber die Gedankenlosigkeit jener jüdischen 'Kreise aus, denen die ncc-ldee längst entschwunden ist, welche die Christenheit um ihr Weihnachtsfest beneiden, um dann jene unglaubliche Selbsterniedrigung zu begehen, sich auch der Form an- 1 zupassen und einen Weihnachtsbaum anzuzünden und ihren Kindern, denen sie leider keine anderen sittlich höheren Begriffe zu bieten haben, somit in materiellen Gütern in der sogenannten Bescheerung einen kleinen Ausgleich zu bieten. Wie himmelhoch erhaben darüber steht der Seder-Abend mit seiner ungemeinen Fülle geistiger Eindrücke, wie sie zum Entzücken von Alt und Jung, Mann und Weib immer wieder von Neuem-c die ״Hagadah“ bietet. — Greifen wir aus dem Gedanken- / reichtum, der sich uns schon beim flüchtigen Durch- י blättern darbietet, einen einzigen Gedanken heraus, auf dem unser Blick unwillkürlich haften bleiben muss, und dem wir, weil er uns in dieser Form so ganz befremdet erst nach einigem Nachdenken Verständnis entgegen - bringen können. Beim Aufzählen der Wohltaten, deren wir uns durch Gottes wunderbarer Fürsorge zu erfreuen hatten, finden sich auch die Sätze 10 und II:

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