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Der Sabbath · 1906-02-01 · 2 (2.1906) · p. Seite 9

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Journal
Der Sabbath
Volume
6 (1906)
Issue
2 (2.1906)
Date
1906-02-01
Page
Seite 9 (sequence 3)
Language
German
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6.Jahpg. Ho. 2. Februar J9C6. fDoncifsblaff — zurfördcrung der Sabbatbheiligung imfocialen und wirtlcbaftlicben Ceben der Gegenwart. Organ des Verbandes der Sabbathfreunde, des Vereins zur Versicherung gegen Stellenlosigkeit- Frankfurts. M., des Vereins itlr Stellenvermittlung. Berlin, des Stellenvermittlungsvereins jtld Kaufleute, Breslau und des Isr. Stellenvermittlungsvereins. Hamburg. Verlag: Verein zur Versicherung gegen Stellenlosigkeit, Frankfurt a. M. Dr. Ed. Redaction: B i b e r #. e 1 d, Berlin: scher Moi atsblatt! Die Mitglieder des Verbandes und der Stellenvermittlungsvereine zu Berlin, Breslau, Frankfurt und Hamburg erhalten das „Der Sabbath“ unentgeltlich.. Bezugspreis für Nichtmitglieder Mk. 3.— jährlich. — Anzeigen 30 Pfennig die. viergcspaltcnc Potitz;ile, hei Jahrcsaufträgen Rabatt. — Oorrespondenzen für die Redaction an Dr. Ed. Biberfeld, Berlin C\, Dragonerstrasse lö; alle sonstigen Mitteilungen geschäftlicher Art an die Geschäftsstelle des „Der Sabbath“, Frankfurt a. 31., Neue Zeil 63. I , __ Nachdruck der Artikel mit Quellenangabe erwünscht. Berlin ji-: Grosse Hambjrserstr. 13/14. Breslau: VE REIN SUCRE ACX : Schueidnitzerstr. 21. Kambur? 6.: Carolinenstr. 32 I-. F r a n k f u r t a. Jft.: Schiit lenslr 14 rr—- Bildet Ortsgruppen. Zit den schon vorhandenen Ortsgruppen werden in nächster Zeit voraussichtlich eine Anzahl weitere kommen. Soll indessen jenes dichte Netz von Ortsgruppen, wie wir es für ganz Deutschland planen, sich in nächster Zeit verwirklichen, so muss das Tempo unsrer Arbeit ein rascheres werden. Bei unserer bisherigen Werbetätigkeit mussten wir die Erfahrung machen, dass unsere Freunde sich die Gründung einer Ortsgruppe meist viel zu schwierig vorstellen. Infast allen Fällen wird es genügen, wenn einige von der Wichtigkeit unsrer Sache überzeugte Männer einen kleinen Kreis Gleichgesinnter zu einer völlig privaten (ä/wi Wäs will der Verband der Sabbathfreunde? Vortrag gehalten in der ortsRrnpp.- Berlin von Rah!'. Dr E. Munk in 1 erlin. Besprec Hing einladen und sich dort als Ortsgruppe constituieren! Auf eine grosse Zahl v.on Mitgliedern braucht man dabei zunächst ebensowenig Gewicht zu legen als auf die Höhe des Beitrages. Iss die Ortsgruppe erst einmal da, so wird sie ihr Wachstum schon aus sich selbst heraus bewirken. Es bietet also auch die kleinste Gemeindedie Mög- •mit Nachbargegefasst weit es Verbindung lichkeit dass in ihr durch meinden eine Ortsgruppe entstehe. Wo in grösseren Städten die Abhaltung einer Versammlung für die Gründung oder zur Propaganda ins Auge wird, wird der Vorstand des Verbandes gern, so in seinen Kräften steht, die Entsendung eines Redneri bewirken. Bezügliche Anfragen wolle man frühzeitig für Norddeutschland nach Berlin*), für S ü d - .deutschland nach Frankfurt a. M. **) richten. Se Zusendung von j Verbands-Drucksachen erfolgt gratis jron Berlin aus. . .1 Verband der Sabbathfreunde i. A. Der Vorstand. Meine Damen und Herren! Als vor einigen Tagen beim flüchtigen Blättern in einer hiesige» allgemeinen Tageszeitung mein Blick .auf ein Inserat fiel, welches in' hervortretenden Lettern die Einladung eines Verbandes der Sabbathfreunde zum’Besuch einer öffentlic len Besprechung der Sabbathfeier brachte, da traute ich meinen Augen nicht und immer wieder kehrte mein B ick zur Ankündigung zurück, als. wäre in eine Keiln: altgc-i wohnter Bilder heute ein gar seltsames Profil 1 ineingeraten. „Wie? Ist es wirklich die so viel gelesene angesehene Zeitung Berlins?“ So fragte ich mich, und in dem ich mich über-'meine Verwunderung wundirte; da mir doch die Absicht, eine öffentliche Versammlung abznhalten. nicht fremd geblieben war, da sann ich nach über den Eindruck., den die Sabbathfreundschaft und ihre Ankündigung in so fremdartiger 'Umgehung vohl . in der grossen Oetfentlichkeit lierVorrufen würde. „Was werden sie wohl sagen? Aergern werden sie sich und die Dummdreistigkeit und Taktlosigkeit tadeln Nicht die Christen; die. werden’« anerkennen oder do< h begreifen. Aber die Juden! Ja, die Juden! Was worden die nur sagen? Ihr habet wohl vergessen — so werdet sie im Geiste uns zurufpn — wo Ihr , lebt; gehtmit solchen Inseraten nach Krakau und Minsk; macht Euch doch nicht lächerlich; macht kein Risches; schämt ftr Euch garnicht?!* Nun, meine Damen find Herren, mit d^r Antwort auf diesen Gedänkengang lassen Sie mi di heute, j beginnen. Aus diesem fragenden Vorwurf sprich: nämlich eine grosse. Wahrheit. Es ist wahr* Es gab bisher hier und dort so eine Art Scham, ein verschämtes Zaydern. wie in tlicl keit hen Mut *> Adr.!: Verband der Sabbathfreunde, Berlin C. Heidereutergasse 4. **) Adr.: Verband der Sabbathftdunde, Frankfurt a. M., Neue Zeil 63. die Forderungen des altüberlieferten Judentums eigener Mitte so auch in der weitesten Oeff'e i mit der rückhaltlosen Offenheit und dem ehrli zu vertreten, der sonst im Geleite eines in tiefer Überzeugung wurzelnden Lebensprinzips nicht verm sst vird. Dieser das Ideal schändenden, selbstvergessene!, fefigen

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