Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 12 (12.1843)
- Date
- 1843-12-01
- Page
- Seite 379 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Stand der Dinge im Mvrgenlande. war dieses ein Sieg der Sonder-Jntereffen über das Interesse des Ganzen, und die Auflösung des Räthsels liegt im Folgendem. Eben weil die außerhalb Griechenland lebenden Griechen sich mehr zu der Führung von Staatsämtern eignen und weil die Bewohner des engern Griechenlands voraussahen, daß fast alle Stellen und Würden in die Hände auswärtiger Griechen ^alleLLußtea-bei-sreier Eon- - cürrenz/chaben sie auf die Ausschließung der letzter» gedrungen, indem sie nach der Besetzung jener Stellen durch ihre eigenen Leute trachteten, überzeugt daß es keinem von ihnen an der nöthigen Fähigkeit tmb Geschicklichkeit mangeln werde. Die dritte Frage von Wichtigkeit von deren Lösung durch den griechischen Congreß für die Zukunft Nieles abhängt betrifft das Religionsbekenntniß des Thronfolgers. Wäre die Ehe des jetzt regierenden Königs Otto mit Kindern gesegnet, so würden diese in der griechischen Eonfession erzogen werden und der allgemeine Wunsch der Griechen wäre erfüllt, daß ihr künftiger König mit ihnen gleichen Glaubens sei. 'Da aber die Ehe König Otto's bis jetzt kinderlos ist und zu besorgen steht, daß er dereinst ohne Leibeserben stirbt, so hat die Forderung, der Thronfolger müsse sich zu der griechischen Kirche bekennen, — weitere folgen. ' Nämlich im Falle des TodeS würde dem König Otto sein Bruder Luitpold oder ein anderer bairischer Prinz auf dem griechischen Throne folgen. Wenn nun obige Forderung gestellt ist, so muß der bairische Prinz, an welchen die Reihe der Thronbesteigung kommt, sich dazu verstehen, seinen Glauben zu wechseln und den griechischen anzunehmen. An dieser nämlichen Bedingung ist schon eine griechische Königswahl gescheitert. AlS dem