Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 12 (12.1843)
- Date
- 1843-12-01
- Page
- Seite 359 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Gchlie-Iicher Ueberblick. SSV 1 schwelge an ihrem Umsturz, die Ruhe von ganz Europa hangt. Wir erinnern an alle die asiatischen Länder, deren Namen unfern Vätern höchstens bekannt waren, die aber jetzt von europäischer Diplomatie geleitet, von europäischen Heeren durchzogen, und die alle mehr oder minder, das fernste China eingerechnet, mit in das große Gewebe eingeflochten sind, das die Hand der Zeit in unfern Tagen auf ihrem geheimnißvollen Webstuhle aufgespannt hat. So also verstehen wir es, wenn wir gesagt haben, die Weltgeschichte seiretrograd geworden, sie habe sich rückgewendet. Wenn aber, wie dasZodiakal-Licht in der Abenddämmerung, über die alten Geschichtslander ein neuer Schein aufgeht, und sie unter dem Anhauch frischer Lebensregung in die alte» Rechte wieder eintreten und zurückkehren zu weltgeschichtlicher Bedeutung, so wird ihr Auferstehen nicht aus ihnen selbst hervorgehen, sondern es wird die überirdische, und unsichtbare Leuchte, von der wir gesprochen, doch auch in der Zeitlichkeit und der wirklichen Erscheinung ihre Träger finden. Es ist Gott der HErr, welcher dieser Leuchte ihr Licht gibt und ihr den Weg ihrer tausendjährigen Wanderungen vorzeichnet. Jeder Schritt, bim sie gethan hat, that sie aber unter Mitwirkung empfänglicher Menschen, und solcher welche das Reich Gottes — wie sie es erkannten — zu fördern sich berufen fühlten. Nie ist etwas geseg, netes Neues geschehen, nie etwas Großes ohne religiösen Glauben. In neuester Zeit wäre die französische Gewalt, Herrschaft nicht auf dem Felsen des atlantischen Oceans begraben worden ohne den ncuerwachten Glauben in den Deutschen, der sie im Gebete demüthig, im Kampfe unüberwindlich machte. Auch jetzt wieder wird eS eine religiöse Bewegung sein, welche dem Oriente seine neue Gestalt verleihen wird.