Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 12 (12.1843)
- Date
- 1843-12-01
- Page
- Seite 354 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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354 An di» Leser. 1843 spätestens schon hätte sollen angekommen sein. Ich hoffte zwar mit stärkerm Schritte die eilenden Mo« nate doch wieder einzuholen, aber neue Kränklichkeit, die mir während mehrerer Monate kaum zu den allerdrin« gendsten Geschäften die nöthige Kraft übrig ließ, hat mich nicht nur allzuweit zurückgeworfen in alleü aufhabenden Verpflichtungen, sondern mir auch die Ueber« zeugung aufgrdrungcn, daß der Wagenzug meiner Hefte -auf der Station angekommen sei, wo muß Halt gemacht werden, und welche nicht überfahren werden dürfte ohne Gefahr für Mann nnd Fracht. Ich danke zuerst Gott für die viele Gnade, mit der er mir-bis hieher durchgeholfcn, und dann danke ich Euch, liebe Leser, für die Geduld, die Liebe, die rege Theilnahme, mit der ihr mir bis diese Stunde entgegen« gekommen seid. Ich nehme Abschied, — soll ich sagen auf Wiedersehen? — Vielleicht setze ich in meinem Leben nie wieder die Feder an zu schriftstellerischer Ar« beit, und doch, wenn der verwundete Kämpfer die Wahlstatt verläßt, so thut er eS mit der Hoffnung, einst mit neugewonnener Kraft unter seine Fahne zurückzukehren. Jndeß alles sei Gott befohlen, und wenn auch kein Blatt mehr, geschrieben von mir, Euch vor das Auge kommen sollte, so vergesset meiner doch nicht! Die wir uqs auch hier persönlich nicht gekannt, wir werden uns einst in der Vollendung deS Reiches Gottes kennen lernen, und uns freuen mit nnverwelklicher Freude, daß auch unS vergönnt war in den Tagen unseres Erdenwallens ein Saatkorn auszustreuen für das Kommen dieses Reiches. So weit mein persönlicher Abschied. Es soll nun auch noch die Zeitschrift selbst, so weit eS thunlich, ihren