Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 10 (10.1843)
- Date
- 1843-10-01
- Page
- Seite 306 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Rezin 2× ep/1006745
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306 Dl« Trennung im Reich« Israel. befestigte, einen Angriff besorgte. Denn er dingte mit dem Schatz des Tempels den Syrer-Fürsten Benhadad, damit er ins Reich Ephraim einfalle. Die traurigsten Folgen dieses Bruderzwistes traten jedoch erst ein, als Pekah über Ephraim regierte. Dieser verband sich mit Rezin, König von Syrien, um Juda zu überfallen. Sie schlugen Ahas, verwüsteten Juda, nahmen Edom mit der Hafenstadt Elath und belagerten Jerusalem, wiewohl vergeblich. In dieser Roth nahm AhaS seine Zufiucht zu Tiglath-Pilesar, dem König von Assyrien, dessen Hülfe er durch Erlegung einer großen Summe erkaufte. Die Assyrer überfielen nun zwar den Rezin, überwanden und tödteten ihn, und unterjochten sein Land, bahnten aber auch dadurch die Zerstörung des Reiches Ephraim an, die endlich durch Salmanaffar, den Sohn Tiglath-Pilesars vollendet wurde. Juda hatte nun Edom und den Handel von Ophir für immer verloren, und durch den Fall deS Reiches Ephraim war ihm die letzte Schutzmauer gegen die andrängenden östlichen Weltmächte zusammengestürzt. Das Reich Ephraim war untergegangen, um nicht mehr aufzulebcn in der Geschichte der Völker. JerobeamS Werk hatte nur zwei und ein halbe- Jahrhundert gedauert. Mögen auch einzelne Familien von dem sogenannten Zehn-Stämme-Reich unter Eyrus, dem Perser, mit den heimkehrenden Judäern in das Land der Verheißung zurückgewandert sein; mögen einzelne Bewohner in den galiläischrn Bergen bei der Wegführung der übrigen im Lande geblieben sein und den Stock gebildet haben, ans dem sich die nachherigen Einwohner GaliläaS entwickelten; mögen vielleicht einige Geschlechter der schwarzen Juden im östlichen Asien dem alten Ephraim angrkören (waS übrigens schwer zu ermitteln sei» dürfte); mögen endlich