Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 9 (9.1843)
- Date
- 1843-09-01
- Page
- Seite 272 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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J7J Di« Trennung im Reich» 3«rae> deS HauseS Davids in der Regierung zugesagt war (2 Sam. 7, 18.), dann aber auch, «eil Israel kein Wahlreich war, und sich also die Nachfolge deS Sohnes auf den Vater von selber verstand. Dafür zeugt SalomoS Thronbesteigung und die allgemeine Uebung des Morgenlandes, namentlich in jener Zeit. Würde übrigens am Hofe zu Jerusalem eine Ahnung der Gefahr vorhanden gewesen sein, die der Anerkennung Rehabeams von Seite der nördlichen Stämme bevorstand, so würden schon von Salomo, der nicht saumselig war, dagegen Vorsichtsmaßregeln getroffen worden sein. Allein die Drohung einer bevorstehenden Trennung des Reichs — wenn sie auch verlautbarte — scheint verachtet worden zu sein als beruhend auf einer Aeußerung des Propheten Ahia, die keine Berücksichtigung verdiene, wenigstens wurde keine Wahlhandlung der Stämme erwartet, sonst würde die Klugheit geboten haben, wenn sie nicht nach der Hauptstadt verlegt werden konnte, doch mindestens zu hintertreiben, daß sie nicht in Sichem abgehalten werde, der Nebenbuhlerin Jerusalems und dem Hauptorte Ephraims, dessen Bürger Jerobeam war. So aber kam ein Landtag zu Stande in Sichem wider Willen der Regierung, und ohne daß sie einigen Einfluß auf denselben hätte üben können. Von Aegypten aus war alledurch Jerobeam eingeleitet worden; er hatte Sisaks Eifersucht auf die Größe des israelitischen Staates zu benützen gewußt. Jerobeam wurdeherberufen; war er doch der Mann geworden, den die Menge kannte nnd ehrte, der sich — so meinten sie — aufgeopfert hatte für ihr Wohl; war er doch von dem weisen Salomo selbst früher hcrvorgezogen worden, und durfte sich von Sisak, dem mächtigen Pharao, hochgestellt und empfohlen, im schlimmsten Falle der Hülfe desselben