Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 9 (9.1843)
- Date
- 1843-09-01
- Page
- Seite 271 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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©» Trennung im Reich« Israel. *71 bung dieser Eigenschaften am Hofe seine- Vaters die beste Gelegenheit vorfand, so ging es auch hier wie anderwärts: der Vater besorgte die Geschäfte selbst und der Sohn hatte nicht Anlaß sich für die Leitung derselben zu bilden und zu entwickeln. Desto mehr Zeit blieb diesem zu seinen Vergnügungen. Eine Schaar junger, reicher, gleichgesinnter Höflinge sammelt sich um einen solchen Thronerben, und schmeichelt ihm, um einst durch ihn emporzukommen. Ueberdieß scheint Salomo den Rehabeam absichtlich von Staatsgeschäften fern gehalten zu haben, um sich Auftritte zu ersparen, wie sie sein Vater mit Absalom und Adonia erlebt hatte. Nur so läßt sich Rehabeams Bettagen erklären, und damit stimmt auch zusammen, was der "Prediger-, (2, 18. 19. 21.) von sich als dem Könige über Israel spricht: „Ich haßte alle meine Mühe, womit ich mich mühete unter der Sonne, daß ich sie überlassen sollte dem Menschen, der nach mir sein wird. Denn wer weiß, ob er ein Weiser oder ein Thor'sein wird? Doch wird er schalten über alle meine Mühe, womit ich mich gemühet und weislich gethan unter der Sonne.-- — In gleichem Sinne spricht sich auch Abia der König aus, Rehabeams Sohn, in jener Anrede an das ephraimitische Heer vor der Schlacht am Berge Zemaraim, wenn er sagt: »Jerobeam empörte sich wider seinen HErrn, und es sammelten sich zu ihm leichtfertige, nichtswürdige Leute, und widersetzten sich Rehabeam, der noch jung und verzagten Herzens war und ihnen nicht widerstand.-, (2 Ehron. 13, 8. 7.). Dieselbe Anerkennung, die der junge Rehabeam als Thronfolger Salomos von Seite des Stammes Juda erfahren, erwartete er ohne anders auch von den übrigen Stämmen alö ein Recht des davidischen Hauses, schon darum, weil durch prophetisches Wort der Fortbestand