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Das Morgenland · 1843-09-01 · 9 (9.1843) · p. Seite 267

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Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
9 (9.1843)
Date
1843-09-01
Page
Seite 267 (sequence 11)
Language
German
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Di« Trennung im Reich» Z-rael. AH7 wo »kein König war in Israel und ein Jeder that, was ihn recht bäuchte,» so litten sie jetzt unter dem Drucke einer aufs äußerste getriebenen Eentralisation deS Staates in der Person des Fürsten. Gewöhnlich aber hat der Mensch ein schärferes Auge für die Nachtheile seiner gegenwärtigen Lage als für deren Bortheile, und umgekehrt ein besseres Gedächtniß für die Wohlthatcn einer vergangenen Zeit als für deren entschwundene Uebelstande. Es konnte daher nicht fehlen; die Vergleichung der Lage des mit Frohnen beschwerten Unterthans im salomonischen Reiche mit der des Bürgers in den reichen, kaufmännischen Frei, staaten an der Meeresküste mußte zum Nachtheil deS ersten» ausfallen, und bei dem Israeliten ein Verlangen erwecken nach der Zeit, wo die Stämme in ungekränkter Selbstherrschaft Niemands Knechte waren; am meisten mußte dieses Gefühl in Ephraim rege werden, welches jetzt bloße Provinz und früher leitender Hauptstamm gewesen .war und in den Zeiten der Richter verhältnißmäßig am wenigsten von der Ungeordnetheit der damaligen politischen Verhältnisse gelitten hatte. Trotz dieser mancherlei bewußten und unbewußten Vorbereitungen bedurfte es doch einer Veranlassung zum Ausbruch. Diese bahnte sich an als Salomo Millo, die Burg in Jerusalem, erbaute, wahrscheinlich vorzugsweise zu dem Zwecke, um einer allfalsigen Empörung besser begegnen zu können, denn Jerusalem, schon durch seine Lage eine mächtige Veste, bedurfte einer besondern Burg nicht so sehr gegen auswärtige Feinde, als mehr um die Bürger selbst im Zaume zu halten. Es scheint, daß die ernste Bestrafung, welche dem König von Seiten Got, tes wegen seine Hinneigung zum Götzendienste zu Theil geworden, in diesem eine Aengstlichkcit und einen Trotz angeregt hat, wodurch er verleitet worden, in de« Lau

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