Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 9 (9.1843)
- Date
- 1843-09-01
- Page
- Seite 265 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Di* Trennung im Strich« Israel. j®5 gestörten Frieden über die sämmtlichen LandeStheile des weiten väterlichen Reiches. Als aber Salomo in seinen später« Tagen durch Reich» thum, Pracht und Wollust geblendet, dem Götzendienst seiner ausländischen Frauen huldigte und auf dem --Berg des Verderbens--, ob den Olivengärten, dem Bau auf Moria gegenüber, wie zum Hohn deS Heiligthums, der Astarte der Zidonier, dem Eamos der Moabiter und dem Molech der Ammoniter Tempel baute, räucherte und opferte, da verkündigte der Prophet dem einst so weisen Könige das Gericht, daß sein Reich und Land müsse zerriffen werden, seinem Sohne bleibe nur Juda nebst Ben» jamin und zwar um David und Jerusalems willen, der Knecht aber werde daS übrige Israel regieren. (1 Kön. 11, S—13.). Unter Salomos Verwaltung war Israel zwar durch keine Kriege gedrückt, was allerdings hoch anzuschlagen ist, zumal in jener Zeit, wo so viele Verwüstungen von dem Kriege unzertrennlich waren. Jndeß trägt ein Volk viel lieber Kriegslasten, besonders wenn sein König siegreich ist, als bei allem Frieden einen schweren Abgaben» druck, Willkür in der Verwaltung und Entziehung der persönlichen Freiheiten. Ueber diese Uebel hatte aber IS« rael zu klagen unter Salomos im übn'gen friedensreicher Regierung. Das Volk zahlte bedeutende Abgaben an Geld und an Naturalien. Auch war des Bauens kein Ende. Städte, Festungen, Paläste, Götzentempel, Wasserleitungen, Heerstraßen wurden angelegt. Zuerst wurden diese Arbeiten durch Fröhner unterjochter Völker auSgeführt, später aber mußten die JSraeliten selbst Hand anlegen. Der mächtig aufblühende Handel lieferte zwar ungeheuere Dummen. Salomo führte ihn in Verbindung mit den Phöniciern über Elath am rothen Meer