Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 9 (9.1843)
- Date
- 1843-09-01
- Page
- Seite 263 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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- Hebron 1× ep/1047559
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Ci« Xtennung i« Reich« Zseaet. Igz versammelten Israel von den Ehören der Leviten gesungen wurden. Es enthielt (dieser Psalm nur Wahrheit, aber eine Wahrheit, deren öffentliche Darlegung ver« muthlich schon zu Davids Zeit in manchem Ephraimiten die Abneigung gegen Juda und den Tempeldienst auf Zion hat nähren helfen. Unter Saul beugte sich Ephraims Ehrgeiz. Der König war dem benachbarten kleinen Stamme Benjamin entsprossen, auch lastete auf allem Volke die Furcht vor den mächtigen, feindlichen Nachbarn, namentlich den Philistern. Als aber Saul auf den Bergen Gilboa gefallen war, und der Stamm Juda ohne Berücksichtigung der übrigen Gemeinwesen den Bethlehemiten David zum König ausrief und in Hebron salbte, verdroß es die Andern; sie befolgten Abners Rath, setzten den schwachen Jsboseth, Sauls jüngsten Sohn, auf den israelitischen Thron, welcher aus Furcht vor den Philistern, und viel«, leicht mehr noch vor David, seinen Regierungssitz in Mahanaim aufschlug, jenseit deS Jordan. JSboseth aber, unfähig das zerrüttete Reich aufrecht zu halten, fiel durch Mörderhände, während Jsai's Sohn immer höher empor kam. Die übrigen Stämme fanden nach JSboseth'S Tode bei der Zerrüttung des LandeS keine Aussicht auf Zusammenhalt und Selbständigkeit alS durch den Anschluß an Juda, und so geschah eS, daß nach siebenjähriger Trennung die ztyölf Stämme, dem Gesetz der Nothwendigkeit gehorchend, sich wieder vereinigten unter finem Fürsten. Jndrß mußte die nun durch David erfolgende Wahl Jerusalems zur Hauptstadt deS Reichs, die unter Saul gemangelt, das neidische Ephraim aus'ö neue verletzen.