Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 9 (9.1843)
- Date
- 1843-09-01
- Page
- Seite 262 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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202 Die Trennung im Reich« Israel. zu wandeln, und vergaßen seiner Thaten und seiner Wunder, die er sie schauen ließ.» (B. 9—11.). Und ferner: »Aber sie versuchten, sich empörend, Gott, den Höchsten, und hielten nicht seine Verordnungen; sie wichen^ und sielen ab, wie ihre Väter, wandten sich wie ein trüg« licher Bogen; sie reizten seinen Zorn mit ihren Höhen, und mit ihren Götzenbildern seine Eifersucht. Gott hörte eS und enttüstete sich, und verabscheute Israel sehr. Und so verließ er die Wohnung Silo's, das Zelt, da er sei« nen Namen wohnen lassen unter den Menschen, und gab in Gefangenschaft seine Herrlichkeit und seine Majestät in Feindes Hand» Und er gab dem Schwerte preis sein Volk, und über sein Eigenthum war er entrüstet; seine Jünglinge fraß das Feuer, und seine Jungfrauen wurden nicht besungen; seine Priester fielen durchs Schwert und seine Wittwen weinten nicht. Da erwachte wie ein Schlafender der HErr, wie ein Held gestärkt von Wein; er schlug seine Feinde zurück, und ewigen Schimpf legte er auf sie. Doch er verschmähte das Zelt Josephs, und den Stamm Ephraim erwählte er nicht; er erwählte den Stamm Juda, den Berg Zion, den er liebte, und baute, den HimmelShvhcn gleich, sein Heiligthum, der Erde gleich, die er ewig gegründet. Und «r erwählte David seinen Knecht, und nahm ihn von den Schafhürden; von den melkenden Schafen brachte er ihn, Jakob sein Volk - zu weiden, und Israel sein Eigenthum.» (B. 56—71.). Dieser Gesang Affaphs, für uns willkommene Be« lcuchtung einer der dunkelste« Stellen israelitischer Geschichte, war für den getadelten Stamm ein bitteres Wort harter Bestrafung; cs mußte wehe thun, weil eS im Sinne der beneideten Gegner gesprochen worden, und doppelt wehe, weil eS in de« Kreis jener Gesänge auf« grnomuien ward, die an den heiligen Festen vor dem