Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 8 (8.1843)
- Date
- 1843-08-01
- Page
- Seite 239 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Di« Reform 6« Juden. »9 werden zwischen dem «aS als göttlich gegeben von keines Menschen Hand darf angetastet werden, und dem was als menschliche Zuthat auch wieder von Menschen kann umgeändert oder nach Bedürfniß entfernt und abgethan werden. Es muß genau unterschieden werden zwischen denjenigen Schriften, welche blos aumenschlicher Meinung hervorgegangen sind und denjenigen, welche dem prophettschen Geiste ihren Ursprung verdanken. Borzeiten wußten die Juden diesen Unterschied wohl zu machen, ja sie haben ihn in einem gewissen Grade auf die Bibel selbst angewandt, indem sie die biblischen Bücher in drei Abtheilungen zerlegen. Die erste Abtheilung enthält die Thorah, daS Gesetz oder die fünf Bücher Mose. Diese Bücher sind am höchsten gestellt, weil sie von Mose herrühren, mit welchem der HErr redete von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet (L Mos. 33, 11). In die zweite Abtheilung kommen die Propheten und die den Propheten zugeschrkebenen ültern historischen Schriften. Die dritte Abtheilung heißt schlechtweg Schriften *) lHagiographa) und enthält die biblischen Bücher, welche keine Propheten zu Verfassern haben (Hiob, die Psalmen, die salomonischen Schriften), und die spätern historischen Bücher (Esther, Esra, Re, hemia und die Ehronik). Ihres kleinen Umfangwegen sind hier auch ringereiht Ruth und die Klagelieder, und Daniel, weil er nicht in Israel lebte sondern am babylonischen Hofe eine Stelle bekleidete. Ganz kurz nach dem Schluffe des Kanon (dieser Sammlung biblischer Bücher) schrieben noch andere ftomme Männer z. B. Jesu- Sirach, aber es dachte Niemand daran, ihre Bücher den biblischen au die Seite zu stellen. Ja sogar