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Das Morgenland · 1843-07-01 · 7 (7.1843) · p. Seite 208

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
7 (7.1843)
Date
1843-07-01
Page
Seite 208 (sequence 16)
Language
German
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tos Der Ararat. am Goktschai-See als von dem Allahgös, der nach ihm den nächsten Vulcan Armeniens bildet. Der Allahgös *), auf dessen weit auSgcdehitKm Plateau ich einige Tage zubrachte, erhebt sich dem Atärar gegenüber am nördlichen Rand der Ebene des Arares; seine Höhe beträgt nach Parrot 12,766 Fuß. Die beiden einander so nabe gelegenen Feuerberge zeigen merkwürdige verschiedene Verhältnisse. Der Allahgös ist von größerm Umfang, hat mehr Terrassen und Hochthäler und zeigt viel weniger nackteS Gestein als der Ararat. Der Trachytporphyr des Allahgös ist schwärzer, verkohlter und reicher an Thonerde alS das Gestein seines Nachbarn. Am Fuß des BergeS findet sich basaltische Lava, welche die trachytische überdeckt und offenbar später als letztere aus dem Krater des Allahgös geflossen ist. Sehr interessant ist auf der Ostseite daS zuerst von Earteron beobachtete Vorkommen einer isolirten Granitmaffe auf bedeutender Höhe, von trachytischem Gestein rings umgeben. Diese Granitmasse scheint zur Zeit als sich der Erhebungskrater des Vulcans bildete aus der Tiefe durch den Trachyt emporgeriffen worden zu sein. Die reichlichen Quellen und Bäche, welche alle Abhänge, Terrassen und das große Plateau des AllahgöS bewässern, rufen dort mit dem Schmelzen des Schnees im Monat Mai eine organische Decke von der mannigfaltigsten Farbenpracht ins Leben. Daher ist auch die Verwitterung des vulkanischen Gesteines am Allahgös viel weiter fortgeschritten als am Ararat, ungeachtet die basaltische Lava deö erster» wahrscheinlich später geflossen als die trachytische Lava seines Nachbars. Die Pflanzen, insofern ihre Ueberreste Kohlensäure erzeugen, insofern ihre Wurzeln im lebenden *) Der tatarisch« Name Allah-gi« bedeutet >-Gotte« Auge«.

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