Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 7 (7.1843)
- Date
- 1843-07-01
- Page
- Seite 207 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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D« »rarat. JOT Mittlern und des südlichen Europa völlig identisch. Don Pflanzen sammelte ich manches Schöne. Eine sonder« bare Erscheinung, auf welche mich meine armenischen Führer zuerst aufmerksam gemacht, ist da- Vorkommen von mehreren Pflanzen auf den Schutt»Trümmern der letzten Katastrophe, welche an den übrigen Stellen deS Berges nicht wachsen, und früher in der Gegend niemals wahrgenommen wurden. Der Same dieser Pflan« zen wurde wahrscheinlich durch Vögel hingetragen und fand in der lockern Thonerde, die von den Schlamm, strömen übrig geblieben, alle Bedingungen des Gedeihens, welche der übrige Boden des Berges ihm nicht gewährte. Am großen Ararat stehen an der Nordseite einige Gruppen von Birken auf einer Höhe von ungefähr 7800 Fuß über dem Meere. Im Allgemeinen flnd wild wachsende Bäume im Hochland von Armenien eine Seltenheit, sowohl in den Ebenen als in den Bergabhängen. Der Mangel an Wäldern scheint aber keineswegs ans der Beschaffenheit des Bodens und des Klimas Armeniens hervorzugehen. In manchen jetzt völlig kahlen Gegenden konnte ich von den ältesten Bewohnern bestimmte Nachrichten über daS frühere Dasein von Wäldern einziehen. Der große und der kleine Ararat, daS Eentrum der Provinz Hararatia, welche Ritter die '-historische Mitte des armenischen Hochlands» nennt, bilden zusammen eine fast selbständige Gebirgsgruppe, welche gleichwohl von der vulkanischen Kette, die aus Nordwesten von dem Paschalik Erzerum ausläuft, nicht völlig gesondert ist, sondern mit ihr am Fuß durch eine fortlaufende Erhöhung in bemerkbarer Verbindung steht. Völlig getrennt ist der Ararat sowohl von der trachytischen Kette