Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 6 (6.1843)
- Date
- 1843-06-01
- Page
- Seite 192 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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102 Cer Ararat. Steine gehören fast sämmtlich den verschiedenen Abänderungen des Trachyts an. Meine armenischen Führer zeigten mir die Stelle, wo das Kloster St. Jakob gestanden. Oestlich davon hatte sich Vas herabgeströmte Schlammwasser durch die Trümmer einen Eanal von etwa 20 Fuß' Tiefe uiid mehr als 30 Fuß Breite gebahnt. Ein kleiner Bach von schmutzig gelbem Wasser, aus dem geschmolzenen Schnee entstanden, fließt jetzt im Grunde dos EanalS nach det Ebene hinab. Auch Vieser Schneewasserbach, der die ausgeworfeneu FelSstücke bespült, und seit drei Jahren wohl viele kleine Steine und Erbmassen mit sich hinab« gerissen, hat einen starken Beigeschmack von Schwefel, so daß sein Wasser fast ungenießbar ist. Dieser Beigeschmack mindert sich aber in den obern Regionen der Schlucht, und in dem herabrleselnden Schneewaffer, das ich ans den Bergabhängen oberhalb der Schlucht trank, fand ich von Schwefelgeschmack keine Spur mehr. Cs hat diese Erscheinung eine merkwürdige UebkreinstimmuNg mit der Beobachtung welche Humboldt an dem noch thätigen Dulcan Purace machte, von dem ein Bach in den Rio Eauca fällt, welcher durch seinen starken Gehalt än Schwefelsäure und schwefelsaurer Thonerde so sauer geworden, daß ihn die Einwohner Rio Binagre (Essigbach) nennen. Die übrigen Waffersammlungen in der ausgeworfenen Masse des Ararat, welche kleine Teiche bilden, haben einen widrigen Schwefelgeschmack und Geruch. Der Boden dieser Teiche hat einen starken Schwefelabsatz von gelber und gelbröthlicher Farbe. (Fortsetzung folgt.)