Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 6 (6.1843)
- Date
- 1843-06-01
- Page
- Seite 180 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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180 Der Ararat. und 13,530 Fuß über dir Ebene deS Arares erhebt, ist ein größerer Monolyth *) als selbst der Chimboraffo, welcher die Hochebene von Quito (in Südamerika) nur um 10,878 Fuß überragt. Richtig ist übrigens die Bemerkung Tournefort's daß die Breite und das Massenhafte des großen Ararat fast noch mehr überrasche als feine Höhe. Hätte der Berg die schöne regelmäßige Kegelform des kleinen Ararat welcher elf Werste **) von seinem großen Nachbar entfernt ist, wären seine drei Gipfel, seine Terrassen weniger ausgedehnt, er würde dem Auge viel höher erscheinen. Ueber ein Drittheil des Berges war Mitte Mai's bereits frei von Schnee. Erst auf einer Höhe von 6 bis 7000 Fuß begannen breite weiße Streifen, die von nackten Felswänden un- »erbrochen waren. Höher oben hatte der Schneeglanz die Oberhand über die dunkle Farbe der Trachyt- Felsen. Breite, ungeheure Schneelasten bedeckten die hohe westliche Terrasse welche 11 bis 12,000 Fuß über dem Meer fliegt. Auf derselben Höhe erglänzen die gewaltigen Gletscher. Von Bajasid auf der Südseite gesehen kann der Anblick des Ararat lange nicht so prachtvoll sein, da er dort nicht aus einer Ebene sich erhebt, sondern theilweise von niedriger» Bergen verdeckt ist. Der kleine Ararat hat in der Form ziemlich viel Aehnlichkeit mit dem Elbrus; er ist felsiger und schwerer zu besteigen als der große. DaS Bett des Arares war so bedeutend angeschwollen, daß man den Fluß nirgends ohne Gefahr durchreiten konnte. Ich mußte von Eriwan einen bedeutenden Umweg nach der Gegend machen, wo eine Barke *) Einzeln aussagender Berg. Eine Werste ist ungefähr Dtunte.