Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 6 (6.1843)
- Date
- 1843-06-01
- Page
- Seite 179 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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ver Ararat. 170 Berg«, jedoch ohne daß Glut und Lava hervorgebrochen wäre. Wie es scheint hat die Katastrophe zur Ursache ein tiefer liegendes Wirken vulkanischer Kräfte, welche aber ihre Gluten nicht bis an's Tageslicht getrieben, sondern nur den eingesperrten Dämpfen durch Sprengung an einer Seite des BergS Luft verschafft haben. Doch wir lassen nun den deutschen Reisenden selber reden, wie er unterm 18. Mai dieses Jahres zu Händen der Akademie in Petersburg über seine Untersuchungen Bericht erstattet. Am 18. Mai — schreibt er — verließ ich die einsamen Ufer des Goktschai-See's. Zwischen einer Reihe vulkanischer Berge, die sich vom südlichen und vom westlichen Rand des See's nach dem Allahgöö hinziehen, fuhr ich auf der neuen Sttaße nach Eriwan hinab, dessen Lage auf der Rordseite der großen Ebene deS ArareS über 1500 Fuß tiefer als der Spiegel jene- Alpensee's ist. Auf halbem Wege sah ich über einem nicht hohen Gebirgsrücken den nur wenig Schnee bedeckte einen einzeln stehenden weißen Gipfel von auffallender Breite hervorragen. An Form und Höhe erkannte ich ihn sogleich für den Ararat. Die ein, brechende Rächt entzog mir den lang ersehnten Anblick, und erst am folgenden Morgen mit ausgehender Sonne erblickte ich bei der Station Elar den großen Ararat aufragend in die Himmelsbläue in vollster Schöuhrit und Majestät. Der Eindruck schien mir immer machtiger zu werden, je mehr ich mich Eriwan näherte. Dort erreichte ich endlich die große, fast völlig flache Ebene des Arares, an deren südlichem Hintergrund der eiSglänzende Noah-Berg als riesiger Gränzhüter von drei Weltreichen steht. Der Ararat, der sich nach Parrot's Messung 16,254 Fuß über das schwarze Meer