Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 5 (5.1843)
- Date
- 1843-05-01
- Page
- Seite 150 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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150 Sin« armenisch« Lschreit in vama-k. tete unS inS Vorzimmer, wo sich eine solche Masse Menschen aller Art drängte, daß es beinahe unmöglich war, durchzukommen, ohne die Ellbogen und hie Fäuste in Bewegung zu setzen. So gelangten wir zu dem großen Empfangsaal, an dessen Thüre sich zwei Diener zu unfern Füßen warfen, um unS die Schuhe auszuziehen. Als wir in daS Zimmer traten erhoben sich alle, um unS ihre Ehrerbietung zu bezeugen, von ibren Sitzen, und der Herr des Hauses führte uns in eine Ecke des Divans, wo der Ehrenplatz ist. Nachdem wir uns niedergelassen, und durch Zuwinken mit den Händen die andern gebeten hatten ein Gleiches zu thun, hepMkommte uns der Bischof der armenischen Kirche, der uns gegenüber in der andern Ecke des Divans lag, indem er seine Hand aufs Herz legte, und sie dann zur Stirn erhob; seinem Beispiel folgten alle übrigen. Nachdem diese üblichen Begrüßungen abgemacht waren trat eine solche Masse von Dienern in sauberm Anzug vor uns hin, daß ich nicht absah, wie es möglich sei sie für den Augenblick alle zu beschäftigen. Hiefür sorgt aber di« -rientalische Sitte, welche zu dem kleinsten Geschäft einen, wenn nicht mehrere Bedienten anstellt. So auch hier. Einer legte jedem von unS ein goldgesticktes Luch über die Arme, welche wir ihm entgegenstrecken mußten. Ein Zweiter hielt knieend ein silbernes Waschbecken unter unsere Hände, auf welche ein Dritter aus einer silbernen Kanne helles, klares Wasser goß. Ein Vierter zog das erwähnte Tuch über unsre Finger zum abtrocknen. Dann kamen ein Fünfter und ein Sechster mit einem silbernen Präsenrirteller, auf welchem Gläser mit Sorbet und einige kleine Eonfituren standen, dann ein Siebenter und ein Achter wieder mit Servietten, um, falls wir einiges verschüttet hättm, es