Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 4 (4.1843)
- Date
- 1843-04-01
- Page
- Seite 120 (sequence 24)
- Language
- German
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1)0 Geschichte Jerusalem«. so kehrte der Bischof nebst seinen Gefährten nach Krank« reich zurück. — Den nämlichen Weg nahm gegen daS Jahr 1062 Graf Wilhelm von Angouleme, den einige seiner Räthe, mehrere Aebte und eine große Zahl Edler begleiteten. Auch sie wurden von dem König von Un« garn beim Durchzug durch sein Land mir großer Höflichkeit behandelt. Allein die berühmteste Wallfahrt dieser Zeit war die mehrerer Deutscher Bischöfe im I. 1065, deren alle Chro« niken des Jahrhunderts gedenken. Die Gesellschaft bestand aus Siegfried, Erzbischof von Mainz, den Bischöfen Günther von Bamberg, Otto von RegenSburg und Wilhelm von Utrecht, Venen nicht weniger als 7000 Menschen folgten, reich und arm; unter diesen Jngulphus, der englische Geheimschreiber Wilhelm des Eroberers, der mit andern ans der Normandie sich dem Zuge anschloß, angezogen von dem Gerücht der großen Vorbereitungen. Die Bischöfe reisten mit großem Gepränge, Schüsseln und Gefäße von Gold und Silber mit sich führend, und köstliche Teppiche, ihre Sitze zu Überhängen. Bischof Günther von Bamberg war wegen seiner persönlichen Schönheit berühmt, so wie auch wegen seiner Geistesgaben und Kenntnisse, so daß, wo die Pilger nur hinkamen, eine Menschenmenge zusammenlief den schönen Bischof zu sehen, und sich oft so unruhig betrug, daß seine Gefährten in ihn dringen mußten, sich nur dem Volke zu zeigen. Sie brachen im Herbste des Jahres 1064 auf, gingen durch Ungarn nach Constantinopel, und erreichten glücklich Syrien. Allein das Gerücht ihres ReichthnmS und daS Gepränge, mit dem sie reisten, war ihnen vorangegangen, und hatte die Habgier der wandernden Räuberhorden erweckt, mit denen Palästina von je behaftet gewesen. Den Tag vor Ostern