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Das Morgenland · 1843-04-01 · 4 (4.1843) · p. Seite 114

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Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
4 (4.1843)
Date
1843-04-01
Page
Seite 114 (sequence 18)
Language
German
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114 Geschichte Jerusalem«. Wendigkeit eines allgemeinen Krieges gegen die Anhänger Muhammeds um des heiligen Landewillen schon damals an, die Gemüther zu beschäftigen. Jedoch fand in den Bedrückungen der ägyptischen Kalifen ein Ruhepunct statt; war es nun daß die Christen des heiligen Landes sich an das Erdulden derselben gewöhnt hatten, oder daß die eigene Politik ihrer Bedrücker ihnen Zeit gab Athem zu schöpfen. Die Pilger aus dem Abendlande und besonders die abendländischen Kaufleute waren nämlich keine unwillkommenen Gäste; die Zölle und Abgaben, die sie entrichten mußten, trugen dazu bei, die Lassen der muhammedanischen Herrscher zu füllen. Besonders begünstigt wurden die Kaufleute von Amalfi in Italien, denen es gelang mehrere Handelsprivilegien zu erkaufen. Da sie bei ihren Wanderungen die heilige Stadt oft zu besuchen pflegten, erlangten sie von dem Kalifen die Erlaubniß, dort ein Gebäude zu errichten, welches sie ihr Eigenthum nennen könnten. Demnach gründeten sie ein Kloster nebst einer Kirche zu Ehren der Jungfrau Maria, ungefähr einen Steinwurf von dem heiligen Grabe entfernt, in welcher der ganz« Gottesdienst in lateinischer Sprache gehalten ward, und die darum den Ramen 8t. Maria de Latina erhielt. Dicht daran ward kurze Zeit darauf ein Nonnenkloster zu Ehren der Maria Magdalena errichtet, wo die Nonnen sich der Sorge für die armen Pilgerinnen widmeten. Doch da selbst in diesen gefahrvollen Zeiten die Zahl und die Roth der Pilger wuchs, so daß beide Klöster bald unzureichend wurden, sie aufzunehmen, ließen die Mönche ein Xenodochium oder Hospital innerhalb desselben Bezirks erbauen, worin die Armen und Kranken ein Obdach fanden, und ihre Nahrung aus den Klosterküche» erhielten. Dieß Hospital war dem St. Johannes Eleemon

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