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Das Morgenland · 1843-04-01 · 4 (4.1843) · p. Seite 105

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
6 (1843)
Issue
4 (4.1843)
Date
1843-04-01
Page
Seite 105 (sequence 9)
Language
German
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Geschichte Jerusalem«. 105 So war«, nun dir rrsten sechs Jahrhunderte seit Ehristi Geburt verfioffen. Während der rrsten Hälfte dieser langen Periode war Jerusalem unter dem schweren Druck heidnischer Oberherrschaft ganz im Dunkel geblieben. Während der zweiten Hälfte war ihm wieder seine alte Stelle eingeräumt und eS die heilige Stadt der christlichen Welt geworden, und die Beziehungen in denen es zu dem Westen stand, obwohl nicht in jeder Hinsicht die heiligsten, waren dennoch immer geeignet, ' selbst in weltlichen Gemuther» ein lebhaftes Interesse für seine Schicksale zu wecken. Eine andere Periode sollte aber nun beginnen, und Jerusalem, »die Freude der ganzen Erde«, sollte noch einmal von Barbarenhordrn eines falschen Glaubens nirdergetreten werden unter eine Zwingherrschaft, von der es sogar bis zu dieser Stunde nicht erlööt ist. Die Perser, wie ehemals die Affyrer und Babylonier, fingen an gegen daS Mittelmeer vorzudringen. Sie nahmen im Jahre 613 DamaSk ein und richteten ihren siegreichen Zug südlich nach Jerusalem. Unterwegs schloffen sich die Juden von Liberias, Nazareth und den Bergen von Galiläa ihnen an. In dem Monat Juni 614 ward die heilige Stadt angegriffen und mit Sturm genommen. Viele Tausende der Einwohner, darunter geweihte Jungfrauen, Mönche und andere Geistliche wurden erschlagen; die prächtigen Kirchen niedergeriffen; die vom heiligen Grabe durch Feuer zerstört; der Patriarch Zacharias aber mit dem »wahrhaftigen» Kreuz und eine Menge der Einwohner in die Gefangenschaft geschleppt. Viele Flüchtlinge auS Palästina und Syrien wandten sich jetzt nach Alerandrirn, wo die milde Freigebigkeit des Patriarchen Johannes Eleemon's (deS Barmherzigen) sie erhielt. Dieser grostmüthigc Beschützer sandte auch

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