Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 3 (3.1843)
- Date
- 1843-03-01
- Page
- Seite 77 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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vir Stadt Jerusalem. 77 ober« Arm, nämlich das Damasker»Thor herabkommende Thal. An der Nordsritc ist Moriah von Bezetha heut» zutage nichts geschieden, weder durch ein Thal noch durch einen Graben, ausgenommen zum TKeil durch das breite Wafferbehältniß, welches gewöhnlich BetheSda genannt wird. Die Straße, welche nach dem östlichen Thor der Stadt (Schafsthor oder StephanSthor*) führt, kommt hier vorbei, indem sie von dem Thale auS ein wenig in die Höhe geht, und dann allmählig nach dem Thore ab» wärts läuft. Der Hügel Ophel ist die südliche Fortsetzung deS Rückens auf welchem am meisten nördlich Bezetha und in der Mitte Moriah liegt. Die ganze Verlängerung des Ophel ist von den heutigen Stadtmauern nicht mehr »mschloffen; westlich liegt das Tyropöon, östlich zieht sich daS Thal Josaphat. Der Hügel ist oben flach, läuft aber jäh abwärts nach Süden zu, zuwkilen durch Abstufungen von Felsen. Der Boden wird gepflügt und ist mit Oel - und andern Fruchtbäumen bepflanzt. An dem nördlichen Ende, gerade an der Südost»<i<fe der Stadtmauer (nicht der Moscheemauer) ist die Ober, fläche schon 100 Fuß niedriger als die Mauer des Hofes der Moschee. Der Ophel endet in einer Felsenklippe 40 bis ü0 Fuß über dem Teiche Siloah. Die Breite des Rückens, in der Mitte gemessen, beträgt 290 Fuß von einem Rande zum andern. Die bedeutendsten Straßen in Jerusalem laufe» so, daß sie beinahe zu einander rechte Winkel bilden, die einen südlich gehend, die andern östlich. Sie sind eng und schlecht gepflastert, ja blos mit breiten Steinen un» regelmäßig belegt; aber die Abschüssigkeit des Bodens *) Der letzte Name rührt von der Meinung her, e< sei Stephan»« vor diesem Thor« gesteinigt worden.