Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 3 (3.1843)
- Date
- 1843-03-01
- Page
- Seite 67 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Stadt Zerusalem. «7 Süden erhebt sich der Berg des bösen Raths*), der dem Zion gegenüber aus dem Thal Hinnom aufsteigt; im Osten liegt der Oelberg, von welchem ein Ausläufer sich» nördlich »ln die Stadt herumzieht, so daß die Aus» sicht auf die Entfernung von etwa einer halben Stunde beschränkt ist. Im Westen erhebt sich der Boden allmäh» lig auf ungefähr eine Stunde Entfernung bis zum Rande des großen Wadi (Thalrs), welches von der Ebene um Gibeon herabkommt, westlich von Jerusalem hinstreicht und gegen dem Mittelmeere sich ausmündet. Der Rei» sende, welcher von Jaffa über Ramleh Nach Jerusalem geht, durchkreujt dieses Thal etwa anderthalb Stunden herwärts der letztgenannten Stadt. Die Araber nennen dasselbe Wadi Beit Hanina, die Mönche und Rei» senden geben ihm gewöhnlich den Namen Terebinthen« Thal, in der irrigen Voraussetzung, daß es das alte El ah-Thal sei, welche Benennung in Luthers Ueber» setzung durch Eichgrund ausgedrückt ist, 1. Sam. 17, r. 19. Nach Südwest ist für die Bewohner Jerusalems der Gesichtskreis ein wenig offener, denn in dieser Richtung liegt die Ebene Rep Halm, die gerade an dem südlichen Rande deS Thales Hinnom beginnt und nach Südwest dem Mittelmeere jugeht. Auch nach Nordwest ist die Aussicht etwas freier, indem der obere Theil des ThaleS Josaphat dem Auge gestattet bis auf die Entfernung von zwei Stunden die hoch gelegene Moschee von Nebi Sam» wil zu unterscheiden. Die Oberfläche des Vorgebirges, auf welchem die Stadt liegt, ist selber stark nach Osten gesenkt und wird durch den Rand des Thales Josaphat begränzt; auch *1 Auf der Zeichnung ist nur die Hälfte seine« Gipfel« noch stchldar, »nt r» dem Namen war nicht mehr Raum.