Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 6 (1843)
- Issue
- 3 (3.1843)
- Date
- 1843-03-01
- Page
- Seite 66 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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06 Die Stadt Jerusalem. Der Umfang der alten Stadt Jerusalem erstreckte sich über fünf Hügel; das kleinere, heutige Jerusalem hat aber den fünften außerhalb seiner jetzigen Mauern lassen müssen, und selbst den wichtigsten seiner Hügel, den »Berg Zion» nimmt das gegenwärtige Jerusalem nur zur Hälfte ein, und hat seine Mauern quer über diesen Hügel geführt, woher denn auf unserer Karte der Name Zion außerhalb der Stadtmauer steht. Um die Stellung dieser Hügel besser hervortreten zu lassen, wollen wir damit anfangen, die Thälcr und Vertiefungen zu be« zeichnen, welche die Stadt durchziehen und von denen aus die Hügel sich erheben. Wenn der Reisende von Joppe oder Jaffa her nach Jerusalem kommt, so hat er, ehe er die Stadt betritt*), zu seiner rechten Hand das Becken, welches den Anfang des Thals Hinnom bildet. Dieses Thal zieht sich zu« erst südlich, dann beinahe einen rechten Winkel bildend östlich und vereinigt sich am untern Ende der Stadt mit dem Thale Josaphat, welches auf der östlichen Seite der Stadt herunterkommt und seinen Anfang im Norden derselben nimmt. Beide Thäler haben einen starken Fall, sind tief und enge. Diese zwei Schluchten, das Thal Hinnom, und das Thal Josaphat lassen zwischen sich ein breites und hohes Vorgebirge, welches sie auf drei Sei« ten, im Westen, Süden und Osten umschließen. Auf diesem Rücken oder Vorgebirge liegt Jerusalem. Alle Berge ringsum sind höher, so daß die Stadt niedn'g liegt in Vergleichung mit den umgebenden Höhen, und hoch in Beziehung auf ihre absolute Erhebung über das Meer, und auf die sie einschließenden Thalschluchten. Im "1 Da wo auf dem Grundrist« di« Worte um), Joppe stehen.