Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 12 (12.1842)
- Date
- 1842-12-01
- Page
- Seite 382 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/4872516-5427214-5427340--2060-4874507- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
382 Zuge au« dem Orient. nicht unähnlich einem sanften Schnarchen, und wird hervorgebracht indem sie den Athem stark gegen den Gaumen hinjiehen, aber nicht durch die Nase. DaS Zeichen zum Anhalten ist eine Art von aus der Kehle tönendem Glucken, welches ich nie nachmachen konnte. C h a l - S a. Einem öffentlichen Blatte cntnehnen wir folgende aus London datirte Correspondenz, welche den Zustand der Angelegenheiten des inner» Morgenlandes, in Hinsicht auf die kirchliche und politische Gestaltung der Dinge in belehrender Weise bespricht. Nach Briefen aus Kurdistan ist der Streit der Par, teien dort heftiger als je und wird theils mit weltlichen, aber ganz besonders mit geistlichen Waffen geführt. Mo« hammed Pascha von Mosul mit seinen 3 bis 400 Mann regelmäßiger Truppen und einer reitenden Batterie liegt in ewigem Krieg mit den Kurden und den christlichen Ge» birgsbewohnern. Er unternimmt alle Jahre einen Zug ins Grbirg, kommt aber nie weiter als bis Amadieh, wo sich die Kurden bei seiner Rückkehr nach Mosul gewöhn, lich wieder empören. Dieß ist jedoch nur die lärmende Seiteder Angelegenheit und nicht viel verschieden von dem was dort seit Jahrhunderten vorgeht, aber der wahre und tiefliegende Streit ist der zwischen den christlichen Secten und den politischen Interessen, die dabei ein kirch, ljches Ansehen nehmen. Daß die türkische Herrschaft in allen Theilen von Kleinasien, wo die muhammedanische Bevölkerung nicht die zahlreichere ist, sich nicht auf die Länge halten kann, ist vollkommen klar, und es handelt