Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 11 (11.1842)
- Date
- 1842-11-01
- Page
- Seite 352 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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352 Sfta. das Auge des Beschauers auf einer Menge der größten und prachtvollsten Grabmäler ruht. Seltsamer Gegen, satz! wo ein Geschmack für die Eitelkeiten des Tages zu gleicher Zeit durch die Pracht von Grüften befriedigt wurde; Ergötzlichkeit auf einem BegrLbnißplatz; ein Theater inmitten von Grabmälern! Don der ober» oder südlichen Front des Theaters bietet sich vielleicht die überraschendste Ansicht im ganzen Thale dar. Der gegenüber liegende oder östliche Fels, wie er hier den Bach rinfaßt, ist niedrig, während ober» halb und weiter zurück eine andere höhere Felswand sich weit nach Norden hin erstreckt, worin die ansehnlichsten Gräber der Stadt befindlich sind. Aber die Lage der Stadt selbst ist von diesem Standpunkte auS nicht zu sehen. Diese war mehr links gelegen, längs dem Bache, nachdem er sich westlich um das äußerste Ende des links liegenden Felsen gebogen. Wir gingen jetzt thalabwärts und fanden unser Zelt an dem rechten Ufer des Baches, zwischen demselben und dem Ende deö niedrigen östlichen Felsen von unser» Leuten aufgcschlagen. Es stand gerade vor einem gro» ßen, vorn auSgcbrochenen Grabe, welches so dem dop» pelten Zwecke eines Obdachs und einer Küche für unsere Diener und Araber entsprach. Hier endigen die Felsen, die daS Thal «»schließen, und der sich westwärts wen, dcnde Bach, wenn er voll ist, fließt durch daS offene Stück Land bis zu der ähnlichen Reihe von Sandstein, felsen, welche in einer Entfernung von 20 Minuten die Lage der alten Stadt im Westen begränzen. Jetzt nahm der Bach nur bis in die Nähe der KhuSneh feinen Lauf; weiter hinab war sein Bett trocken. (Fortsetzung folgt.)