Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 11 (11.1842)
- Date
- 1842-11-01
- Page
- Seite 351 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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«Still. 351 verschiebt». An einigen Stellen sind drei Grabmäler, eineö über dem andern, eingehauen, und die Seite des Bcrgeü ist so steil, daß cS unmöglich scheint, sich dem obersten zu nähern. Die gewöhnlichste Form der Faea« den in diesem Theil deS ThaleS ist vielleicht die einer abgestumpften Pyramide, mit einem Pilaster ans jeder Seite und einem verzierten Portal in der Mitte. Einige Fronten sind einfach, andere wieder mit Säulen, Friesen und Thürgiebeln; alle in erhabener Arbeit auS der Fel« senwand auSgehauen. Eine Verzierung, wie eS scheint der Architektur dieses OrteS eigenthümlich, fiel unS durch ihr seltsames Aussehen auf. In dem obern Theil von einigen dieser Facaden sind nämlich statt eines Giebels > zwei Reihen von 4 bis 6 Stufen, in auseinander gehen« den Richtungen von dem Mittelpunkt aus, nach jeder Ecke hinauf angebracht, und dann läuft eine wagrechte Viuic oder ein KarnieS zwischen den obern Stufe», hinüber. DaS Thal macht jetzt eine schwache Biegung nach Norden, und öffnet sich zu einer größer« Breite, wäh« rend die Felsen an jeder Seite niedriger und weniger jäh sind. Hier liegt linker Hand das ganz aus der Felsen« masse gehauene Theater, der Durchmesser des Bodens beträgt 120 Fuß; 3Z Reihe» von Sitzen erheben sich eine über der andern in dem dahinter liegenden Felsen. Oberhalb der Sitze ist eine Reihe kleiner Kammern ringsum in den Felsen auSgehöhlt, von wo man auf die Scene unten hinab schaut. Rach BurckhardtS Schätzung konnte das Theater ungefähr 3000 Zuschauer fassen; aber dieser Anschlag scheint mir zu niedrig, denn jede Reihe von Sitzen mochte im Durchschnitt mehr als 100 Personen aufnehmen. Das Theater hat seine Front nach Ost« Nord-Ost. Die Felsen an jeder Seite sind voll Grä« ber, wahrend vorn längs der Wand der östlichen Felsen