Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 11 (11.1842)
- Date
- 1842-11-01
- Page
- Seite 340 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Hebron 1× ep/1047559
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340 Sela dem Siege bei Hittin und der Einnahme Jerusalems (1187) fielen in folgendem Jahre diesem Sultan auch die Festungen von Kerak und Shobek, beide nach langer Belagerung, in die Hände. Damit nahm die Herrschaft der Lateiner über dieses Gebiet ein Ende. Von der Zeit an bis auf daS gegenwärtige Jahrhundert ruht wieder tiefes Dunkel auf dem Edomiterland. Bolney scheint zuerst seine Aufmerksamkeit darauf hinge« lenkt zu haben, veranlaßt durch Aussagen der Araber, daß im Südosten des tobten Meeres innerhalb dreier Tagereisen mehr als dreißig Ruinenhaufen verödeter Städte zu sehen wären, in deren einigen eS große Gebäude mit Säulen gebe. Im Jahr 1806 drang der unermüdliche deutsche Reisende Seetzen von Damask bis nach Kerak vor, und zog von da um das Süd-Ende des tobten Meeres nach Jerusalem, ohne jedoch Edom zu betreten. Im März 1807 kam derselbe Reisende von Hebron aus bis in die Nähe von Wadi Musa, und hier beschn'eb ihm ein Araber dieses Thal und seine Ueberreste und thcilte ihm ein langes Verzeichniß von den verschiedenen Städten und Ruinen in dieser Gegend mit. Doch kam Seetzen selbst nicht dahin.*) Es war Burckhardt Vorbehalten, im Jahr 1812 zuerst das alte, seit Jahrhunderten verlorene und verschollene Sela oder Petra wieder aufzufinden und seine Ueberreste zu erforschen. Ihm folgten im Jahre 1818 die Engländer Bankes, Legh, Jrby und Mangles. Zehn Jahre später, 1828, untersuchte der Franzose Laborde, »mit der Genauigkeit eines Geometers und dem Kunstsinn des Landschafts« *1 Bei der Schilderung der Ruinen von Sela rief der Araber au«: »Ach, wie ich «eine, wenn ich die Ruinen von Wadi Musa erblicke!»