Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 9 (9.1842)
- Date
- 1842-09-01
- Page
- Seite 281 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Re-vrianer. 381 In Hattareh fand ich die Leute in großen Besorgnissen vor den Arabern, welche die Gegend um Mosul unsicher machten, die Stadt selbst bedrohten, und sich nun Hattareh näherten. Ich war schon auf dem Wege Mehrern Heerden Vieh begegnet, mit denen die Eigenthümer sich flüchteten. Im Otte selbst herrschte die größte Bestürzung und da Jeder für sich selbst zu sorgen hatte, so konnte der Fremdling wenig Schutz hoffen. Ich konnte mich dennoch nicht entschließen, am Ende einer so gefahrvollen Reise, noch 8 bis 9 Stunden vom Ziele entfernt, wieder nach Amadieh umzukehren. Ich kam auch glücklich hindurch; bei meinem Frühstücke in einem Dorfe, eine starke Stunde vor Mosul wurde ich zu dem kranken Häuptling des Orts gerufen, der zum Danke für meine Bemühung mir zum Eintritte in die Stadt sein Pferd lieh. Ich war also nicht genöthigt, so wie ich von Amadieh hergekommen, auf dem gleichen Maulesel der auch mein Gepäck ttug in die Stadt einzuziehen, sondern konnte zum Schluffe meiner mühevollen Reise die Stadt Mosul, das Ziel derselben, auf einem schönen, arabischen Pferde betteten. Todtenfeier -er Drusen. Die folgende Schilderung eines Augenzeugen über die eigenthümlichen Gebräuche der Drusen bei einem Todes, fall wird unfern Lesern nicht uninteressant sein, sowohl wegen der besonder» Bedeutung dieses alten merkwürdigen Volkes, alS auch wegen der Aehnlichkeit, welche die hier beschn'ebenen Gebräuche mit denen deS Alterthums darbieten. i Heute — so wird unterm 29. Sept. 1841 ans Beirut, an der syrischen Küste, geschrieben — verbrachten