Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 9 (9.1842)
- Date
- 1842-09-01
- Page
- Seite 270 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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370 Du Reftonanrr. keine Mittheilungen zu machen; er war sehr ermüdet, setzte sich öfter am Wege nieder, und erklärte endlich, noch ehe wir unser Ziel erreicht hatten, es sei ihm unmöglich weiter zu gehen. Die Sonne war untergegangen und wir machten am Ufer des Baches Halt, in der Nähe von einigen Häusern. Die -eute nahmen uns freundlich auf; eine Frau verschaffte mir eine Schaale voll frischer Milch, die ich zu meiner Hirse und dem Gerstenbrote genoß. Zum Schlafen fanden sich hier keine eigenen Gerüste, sondern die ganze nächtliche Einrich« tung dieser Leute bestand in einer Matte oder. einem Weidengeflecht, das auf die Steine des Bachufers hingelegt wurde. Ein Stück Filz, darüber ausgebreitet, machte das ganze Bette aus. Das beste von diesen Lagern wurde uns überlassen. Die Ermüdung des Tages ließ uns dennoch ganz sanft schlafen, und den 21. Juli erhoben wir uns mit der Sonne, um heute einen über die Maaßen beschwerlichen Marsch an« zutreten. In einem kleinen Bergdörfchen verweilten wir ein paar Stunden und wurden sehr gastfreundlich ausgenommen. Der gutmüthige Priester, bei dessen Hause wir Halt gemacht, als er sah, daß ich von dem Erklettern der Felsen im höchsten Grade ermattet sei, setzte sich nieder und rieb mir die Lenden, als ein Mittel gegen die Ermüdung, indem er bemerkte, obschon ein Arzt, sei ich doch mit diesem Mittel noch nicht bekannt. Auch der Bruder des Patriarchen klagte bitterlich über die Hitze und Ermüdung, und sagte, nur mir und der Sache zu liebe, die ich verttete, könne er sich diesen Beschwerden willig unterziehen. Val Thal Zab. — Minijanish und «shitha. Vor Nacht erreichten wir da- Dorf Lezan am Zab. Es war dieß der erste Ort, den ich bei meiner Ankunft