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Das Morgenland · 1842-09-01 · 9 (9.1842) · p. Seite 269

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
5 (1842)
Issue
9 (9.1842)
Date
1842-09-01
Page
Seite 269 (sequence 13)
Language
German
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Di« Restvrianrr. SC» ihnen von der Geschichte der zehn Stämme, ihrer Abgötterei und darauf folgenden Gefangenschaft zu reden und einige geeignete Bemerkungen anzuknüpfen über ihre Vergangenheit, seit sie Christen sind, ihren gegenwärtigen Zustand und ihre Hoffnung für die Zukunft, sofern sie das Angesicht des HErrn von neuem suchen. Der ersterwähnte alte Priester sagte mir, er sei in dem ganzen Distrikt der einzige der ihre alten Bücher lesen und verstehen könne. Und dennoch ist das eine christliche Kirche, die ausdrücklich keinen andern Glaubensgrund anerkennt als die heilige Schrift. Nachmittags setzten wir unsere Reise fort, das enge Thal abwärts. Die Häuser, umgeben von Gärten, bildeten ein unendliches Dorf. Feigen« und Granatbäume prangten neben dem Weinstocke, der seine Ranken weit aussendete. An reifen Früchten sah ich jedoch nur Pflaumen und weiße Maulbeeren; auch hie und da einige Brombeeren, die mir die vergangenen Tage ins Gedächtniß riefen, da ich noch zur Schule ging. Man brachte unS auch Aepfel, aber diese waren noch nicht reif, sollen jedoch, wenn sie zeitig sind, sehr wohlschmeckend sein. Jndeß muß ich bemerken, daß ich nirgends im Orient Aepfel gefunden habe, welche mit den abendländischen die Vergleichung ausgehalten hätten, sei es, daß die Cultur oder das Klima daran Schuld ist. Ein Pfad rechtsab führte uns zu einigen, höher im Gebirge gelegenen Dörfern, zu denen der Zugang äußerst beschwerlich war. Ein steiler Bergzug zu unserer Linken trennte uns von dem kurdischen Gebiete und bildet die südliche Gränze des nestorianischen Landes. Eine zerstörte Burg zeigte sich auf einem Felsen an unfern Wege, der immer rauher und mühsamer wurde. Der Bruder des Patriarchen war sehr wortkarg und wußte igir

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