Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 9 (9.1842)
- Date
- 1842-09-01
- Page
- Seite 267 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Die NeAorianer. m Die Dörfer von Tijari. — Alterthümer. Den 20. Juli. Wir setzten unfern Weg zu Fuße fort längs den steilen Berghalden, die, wenn man den fruchtbaren Thalgrund von Tehoma verlassen hat, unmittelbar in das Thal abfallen. Rach einem Marsche von drei bis vier Stunden in südwestlicher und westlicher Richtung erreichten wir das erste Dorf von Tijari in einem engen, aber fruchtbaren Thale. Wir wurden daselbst gastfreundlich ausgenommen in dem Hause des Malet oder District-HLuptlings, der Berkhu hieß. Der Weg hatte uns nahe an dem kurdischen Gebiete vorübergeführt, und man erzählte mir nachher, ein Trupp von acht bis zehn Kurden sei auf die Nachricht von meiner Annäherung ins Thal heruntergekommen, um mich wegzufangrn. Da sie aber zu spät kamen, seien sie wieder umgekehrt bis auf"Einen. Ob diese Erzählung wirkliche Wahrheit enthielt, weiß ich nicht sicher, so viel ist gewiß, daß ein Kurde uns nachging bis in daS Dorf, dieser verlangte aber nur Lrzttiche Hülfleistung von mir und kehrte, nachdem er sie erhalten, unter tausend Dankbezeugungen in seine Berge zurück, wo er seinen Landsleuten mag einen bessern Begriff von mir beigebracht haben. Ein alter Priester zeigte mir ein Stück von einem irdenen Geschirr, das unfern vom Hause des Malek am Berge war ausgegraben worden. Nach seiner Aussage finden sich noch mehrere ähnliche. In denselben trifft man eine Substanz an, die ich untersuchte und für verbrannte Knochen erkannte. Während ich mit diesen Untersuchungen beschäftigt war, entdeckte einer der Dorf, bewohner ein Alterthum von noch interessanterer Natur. Er fand nämlich ganz in der Nähe ein kupfernes Bild, das einen weiblichen Kopf und Oberleib mit einem Kranz