Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 9 (9.1842)
- Date
- 1842-09-01
- Page
- Seite 259 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Di« Rrstonaner. 359 -fer, und fünf weitere in dem benachbarten Baß-Stamme könnten von hier aus besucht werden. Die hiesigen Restorianer drückten mir ganz besonders ihren Wunsch aus, daß ich wieder kommen und bei ihnen wohnen möchte. Sie boten mir eine Wohnstätte an und versprachen dem Werke alle Förderung, wozu die von dem Patriarchen wiederholt ausgesprochene Billigung unseres Unternehmens nicht wenig beitrug. Die Männer dieser Gegend haben die Gewohnheit einen Theil des Jahrs nach Arbeit außer Landes zu gehn. Hiedurch kommen sie in Berührung mit verschiedenen Leuten und Völkerschaften, lernen mehrere Sprachen und gewinnen durch diese Reisen einen Vorsprung an Bildung vor den andern Stämmen des Gebirgs. — Wenn erst die Nestorianer zu einem neuen geistigen Leben erwachten, so ist nicht abzusehen, welche Fülle von Segnungen aus ihrer Mitte auf die umliegenden Völkerschaften, die wilden Kurden, die berüchtigten Teufelsanbeter, die stolzen Türken, die wandernden Araber — sich verbreiten würden; aufs neue könnten von diesem Hochgebirge Sttöme geistigen Se, gens ausfließen, wie in den vorigen Jahrhunderten die, selben sich bis in di« Tatarei und nach China ergossen haben. Die Distritt» Bast und Tehoma. ' Den 15. Juli nahm ich Abschied von dem Patriarchen in der Hoffnung ihn nach wenigen Wochen wieder zu sehen. Während der ganzen Zeit unseres Beisammenseins hatte er mich als einen Bruder behandelt, bei dem Abschiede gab er mir seinen Segen und empfahl mich seinem Bruder, der mich bis zu meinem Austritte aus den Gebirgen begleiten oder wieder zu ihm zurückbringen sollte. Nach einem Ritt von etwa vier Stunden durch ein enges Thal abwärts und über einen Gebirgskamm hin-