Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 8 (8.1842)
- Date
- 1842-08-01
- Page
- Seite 227 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/4872516-5427214-5427332--1901-4874352- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Di» Ehristen im Paschalik Mosul. jjj hebräisch und gnechisch lernen, und die von der Missionspresse gedruckten Katechismen und Bibelübersetzungen in ihren Sprengel» verbreiten. Diese Hülfe ist ihnen überaus nöthi'g, um sie gegen die Versuche der katholischen Missionen zu schützen, welche seit anderthalb Jahrhunderten den Samen der Zwietracht in diese wie in alle orientalischen Kirchen geworfen haben. Ludwig XIV, den sein königlicher Sinn oft n'chtig leitete, wo seine Intelligenz nicht hingereicht hätte, hatte sich des Patro« nats der Christen in der Türkei ernstlich angenommen und hätte Frankreich einen noch viel größern Einfluß in der Türkei verschafft, wenn ihn seine Bigotterie nicht dazu gebracht hätte, seinen Schutz nur den katholischen Secten zuzuwenden, und die andern zum KatholicismuS bekehren zu wollen. Durch seine Bemühungen erhielten die Jesuiten und andere Orden Eingang, und brachten ein Schisma (Trennung) in allen orientalischen Kirchen hervor, daS seitdem zum großen Haß und zu einer Menge von Unterdrückungen geführt hat. Nach ihm ließen diese Bestrebungen etwas tiach; zur Zeit der ersten französi, schen Revolution wurden sie vergessen, und begannen erst gegen Ende der Herrschaft der Bourbonen älterer Linie wieder einige Ausdehnung zu gewinnen. Nach der zweiten Revolution entwickelten sich die französischen Missionen reißend schnell, aber die Regierung hatte wenig Sinn dafür und schien gar nicht zu wissen, welches Element von Macht sie vernachlässigte, bis der orientalische Stteit dem Herrn Thiers plötzlich die Augen öffnete. Er beeilte sich damals den Abbe Erienne an die Maroniten zu schicken, aber es war zu spät, der syrische Krieg hatte begonnen und die Engländer waren ihm zuvorgekommen. Dennoch sind die Erwartungen der christliche» Secten sehr rege geworden, und als im Mai