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Das Morgenland · 1842-07-01 · 7 (7.1842) · p. Seite 222

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Journal
Das Morgenland
Volume
5 (1842)
Issue
7 (7.1842)
Date
1842-07-01
Page
Seite 222 (sequence 30)
Language
German
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232 Züge au« dem Orient. rung beschränkt, die dem leichten Thau der Morgenstunden gleicht; unsere alltägliche Kost war, zum milchlosen Thee oder Kaffee des Frühstückes, Schiffszwiebak oder das bald sich verhärtende arabische Brod; am Abend bestand die Hauptmahlzeit aus Reis und Wasser gekocht, dessen immer vom Hunger gewürztes Einerlei sehr selten durch den Zusatz getrockneter Früchte, noch selte, ner durch etwas Ziegen, oder Lammfleisch in einen Fest, tags,Schmaus verwandelt wurde. DaS Wasser, daS am Morgen aus den Schläuchen in die ledernen Feldflaschen gefüllt ward, mit oder ohne Beimischung von Datteln, Branntwein, war unser Gettänk. Sähe dann nur daS Auge den Schlamm oder die andern Unreinig« keiten nicht, schmeckten die bittern Salze nicht zu widerwärtig hervor, dann ertheilte der brennende Durst dem Gettänke dieselbe Lieblichkeit, wie der Hunger sie der täglichen Abendkost gab. Ein Herumwandeln von einem vereinzelt stehenden Mimosen,Baum oder Ginster« Strauch zum andern, — denn gewöhnlich wurde ja zum Nachtlager eine Stätte gewählt, wo es ein wenig Grü« nes gab, — gewährte in der letzten Stunde des Tags dieselbe Unterhaltung, wie etwa sonst daS Bettachten eines reichen, großen Gewächsgartens. Der Schlaf auf dem nicht weichlichen Lager war so leicht wie die Decke, die den Leib umgab; bei dem ersten Brüllen der Kameele, die nach Befreiung aus den übtt Rächt um di« Füße gelegten Banden und nach dem Morgenfutter verlangten, war er entflohen. Zuweilen besang mit uns zugleich den Abglanz dtt Herrlichkeit des HErrn: das wiederkehrende Licht, das im Thau sich spiegelte, ein Vogel, der in den Zweigen des stachlichen Gummi, Baums seine Wohnung hatte, oder man vernahm vom Felsen her, die Stimme des schnellfüßigen arabischen Trappen. Und

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