Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 7 (7.1842)
- Date
- 1842-07-01
- Page
- Seite 213 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Oer Samum. »IS rcitung drs Abendessens denken ließ, genoffen, war so versandet und vom Staube braun gefärbt, daß wir ihn gerne, ohne ihn im Munde zu prüfen, ganz verschluckten. Nach Sonnenuntergang legte sich der Sturm; der Mond, der heute fast voll war, schien durch den gelichteten Nebel in das Gebüsch der Tamarisken herein». »Am Morgen des 19ten erwachten wir bei guter Zeit, aus einem ruhigen, sehr erquicklichen Schlafe. Unsere Beduinen hatten uns schon gestern gesagt, daß heute vielleicht ein Regen kommen würde, und daß dieses zu wünschen sei, weil, wenn es nicht geschehe, der Sandsturm mehrere Tage dauere. Die Hoffnung dcS Bessern ging in Erfüllung, denn der Himmel zeigte sich von Regengewölk getrübt; die Luft war gekühlt und überaus angenehm zum Athmen. ES war heute der Tag des HErrn und noch überdieß Palmsonntag; uns erquickte als ein Manna der Wüste das schöne Sonntagslied: »Allein Gott in der Höh' sei Ehr» — und der herrliche ambrosianische Lobgesang ». Züge ans dem Orient. Ein Verirren in der Wüste. (Schluß.) Gegen zwei Uhr des Nachmittags begegneten wir einer Gesellschaft von Engländern, die, aus Dromedaren reitend, von Suez kam. Einige von nnsercn Leu, ten liefen zu jenen hin, um zu fragen, ob ihnen unser verirrte Reisegefährte begegnet sei; sie hatten nichts von ihm gesehen noch gehört, und wir konnten ihnen nur Aufträge geben für den Fall, daß sic weiterhin, mit ihm zusammenträfe». — Gegen vier llbr hemmte ein scheinbarer Unfall den Fortgang unserer Tagereise. Ein l