Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 5 (1842)
- Issue
- 7 (7.1842)
- Date
- 1842-07-01
- Page
- Seite 210 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Oer Samum. ‘Jiü fahrtszeit verbrachte. Schubert und seine Begleiter hatten ein Dorf der nomadischen Araber erreicht, und richteten ihr Angesicht nach dem Berg Hör, wo Aaron be. graben ist. Am 17. März (1837) hatte Abends noch vor Sonnenuntergang der Himmel sich trübe überzogen. Urber die Erfahrungen des folgenden Tages berichtet Schubert: »Sonnabends den 18ten entließ mich der Scheikh Salem, in dessen Bund und Schuz wir uns begeben hatten, mit einer feierlichen Abschiedsrcde, bei welcher die Vornehmsten des Dorfs als Zuhörer um uns her standen. — An diesem Morgen zeigte sich der Himmel auf eine Weise getrübt, welche durch ihre Färbung für unser Auge etwas Neues war; ein massiger Wind wehte aus Südsüdwest vom rothcn Meere herauf. Die Beduinen, indem sie gegen Süden hindeutetcn, hatten uns gerathen diesen Tag noch in ihrem Dorfe zuzubringen, wir aber gedachten heute noch bis in die Nähe der Mündung des Wadi Musa zu kommen, denn wir verstanden uns noch nicht auf die Physiognomie der hiesigen Natur. Wir hatten bisher an der Wüste nur die brennende Hitze der Mittagsstunden und die Kühle der Nächte in etwas scheuen gelernt, heute sollten wir noch andere, größere Schrecknisse derselben kennen lernen». »Hinter »ns am Meere dämmte sich'S wie ein röthlich graues Gebirge am Horizont auf; die Sonne, die noch einmal mit falbem Schimmer, wie durch den Rauchdampf einer brennenden Stadt über das Gebirge herein blickte, brach ihre Strahlen auf so sonderbare Weise an dem immer höher steigenden Damme, daß man leicht bemerkte, daß er von anderer, dichterer Art sei alS unsre hcimathlichcn Wolken; es war alS wenn der Abglanz eines pfkilerartig zertheilten Sandstein «Gebirgs in trü-